Waldsee RHEINPFALZ Plus Artikel Winterdorf des FCK-Fanclubs: Sehnsucht nach Begegnung

Balsam für die Seele: Im Winterdorf funkelten Lichter und Glitzer um die Wette.
Balsam für die Seele: Im Winterdorf funkelten Lichter und Glitzer um die Wette.

Winterliches Beisammensein in Waldsee: Etwas seltsam Magisches hat das gesamte Ensemble des Winterdorfs am Wochenende auf dem Vereinsgelände des FCK Fanclubs Westkurve 1980. Die Menschen sehnen sich nach Begegnung und besinnlicher Auszeit, während die Corona-Pandemie gerade wieder als Schreckgespenst umhergeht.

Die Ehrenamtlichen des Vereins mussten in den vergangenen Tagen bangen: Wie wird die Corona-Situation am Wochenende aussehen? Die FCK-Fans haben Glück. Einlasskontrolle und 2G-Regel entfallen, weil die Veranstaltung im Freien stattfindet. „Im Vorfeld war es etwas stressig für uns, da wir hier nach Feierabend alles aufbauen mussten und dabei nie wussten, wie der Stand der Dinge sein wird“, sagt der Vereinsvorsitzende des FCK Fanclubs Westkurve 1980, Ralf Höll.

Der Einsatz hat sich ausgezahlt. „Der Andrang am Samstag war schon groß. Die Leute waren aber alle achtsam“, stellt Kassierer Christian Casu fest. Höll spricht von so vielen Beschickern wie nie zuvor, die das Winterdorf zum kreativen Erlebnisspaziergang werden lassen. 15 Stände sind bestückt mit Hand- und Hausgemachtem. „Feenstaub ist ganz bewusst das Motto an meinem Stand“, betont Roberta Casu, die für den FCK Fanclub im Winterdorf steht. Balsam für die Seele sei das Glitzern, meint sie. In Gesprächen mit Besuchern des Winterdorfes habe sie gespürt, wie sich zahlreiche Menschen nach persönlichen Begegnungen und direkter Kommunikation gesehnt hätten.

„Leute haben Weihnachtsmarkt vermisst“

Bei Glühwein und Kinderpunsch, den der Fanclub verkauft, lässt es sich eben gut plaudern. Während die meisten Beschicker schon bei der Erstauflage des Winterdorfs vor vier Jahren am Start waren, ist für Miriam Inman heuer Premiere. „Im Studium bin ich auf die Schmuckherstellung gestoßen“, erzählt sie. Unikate entstehen seither aus den unterschiedlichsten Materialien wie gesammelten Kieselsteinen aus England oder aus Seeglas. „Die Leute haben einen Weihnachtsmarkt vermisst“, meint Inman.

Matthias Thönnes hat sich seit gut sechs Jahren der Metallkunst verschrieben. Seine Frau Doris hat ihre Aquarelle mitgebracht. „Die Besucher waren erst vorsichtig, aber dann war auf einmal doch viel los“, erinnert sie sich an den Samstag. „Irgendwann war die Angst verflogen“, ergänzt ihr Mann. Ein Lob hat Thönnes für die Ausrichter parat: „Der Fanclub hat alles sehr schön gemacht.“ Sogar an echte „Walsemer Hämmel“ sei gedacht worden – Kuschelfaktor pur zum ersten Advent.

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