Bobenheim-Roxheim Windelsack: Kreisbeigeordneter nimmt Stellung

Gibt’s in Neustadt, aber nicht im Rhein-Pfalz-Kreis: den Windelsack.
Gibt’s in Neustadt, aber nicht im Rhein-Pfalz-Kreis: den Windelsack.

Der für den Geschäftsbereich Abfallwirtschaft zuständige Kreisbeigeordnete Volker Knörr (CDU) findet es voreilig, dass die Gemeinde Bobenheim-Roxheim zum Jahresende ihre Aktion Windelsack beendet.

Der Beigeordnete wundert sich über Aussagen von Bürgermeister Michael Müller (SPD), wonach der Rhein-Pfalz-Kreis im kommenden Jahr die kostenlose Entsorgung von Windeln übernehme. „Zaubern kann die Verwaltung noch nicht“, heißt es in einer Stellungnahme Knörrs gegenüber der RHEINPFALZ. Die Planung und Umsetzung werde noch Zeit benötigen, die Finanzierung und die personelle Ausstattung seien noch nicht geklärt, die Entscheidung der Gremien noch nicht gefallen. „Dies wurde der Gemeinde seitens des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft (EBA) auch so mitgeteilt“, schreibt Knörr.

Umso verwunderlicher sei die Anmerkung des Bürgermeisters, dass die Gemeinde „die Abläufe in der Kreisverwaltung nicht beeinflussen und daher auch nicht beschleunigen“ könne. Knörr findet die Einstellung der kostenlosen Abgabe von Müllsäcken an Haushalte mit Kleinkindern und inkontinenten Personen in Bobenheim-Roxheim „sehr bedauerlich und kontraproduktiv“.

Auf Anfrage stellt Michael Müller klar, dass die Gemeinde für das kommende Jahr lediglich keine Haushaltsmittel mehr dafür vorgesehen habe und das Projekt auslaufe. Es gebe noch 1200 Windelsäcke, die in der Übergangszeit, bis der Landkreis an den Start gehe, ab Januar im Rathaus ausgegeben werden könnten. Das wären jeweils drei Beutel, sofern alle 400 Bezugsberechtigten Bedarf anmeldeten, was bisher aber nicht der Fall gewesen sei.

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