RÖMERBERG RHEINPFALZ Plus Artikel Wie mit dem Siedlungsdruck umgehen?

Baustelle: In Römerberg wird als nächstes das Gebiet W4 in Heiligenstein bebaut.
Baustelle: In Römerberg wird als nächstes das Gebiet W4 in Heiligenstein bebaut.

Wie geht Römerberg mit der ungebrochenen Nachfrage nach Wohnungen und Baugebieten um? Und wie könnten künftig Wohngebiete entstehen, die gleichzeitig umweltverträglich sind? Mit diesen Fragen beschäftigt sich im Kern ein Antrag der Grünen im Ortsgemeinderat, der etwas überraschend die Emotionen hochkochen ließ.

Das gerade abgeschlossene Bieterverfahren für gemeindeeigene Grundstücke im neuen Baugebiet W4 habe deutlich gemacht, wie groß die Nachfrage nach Wohnraum in Römerberg ist, argumentieren die Grünen im Antrag. Bei der weiteren Ausweisung von Neubaugebieten solle über „zukunftsweisende Konzeptionen“ nachgedacht werden, die einerseits in Einklang mit dem vom Rat verabschiedeten Klimaaktionsplan seien und andererseits städtebauliche Lösungen aufzeigten, die „möglichst vielen Menschen die Chance bietet, in Römerberg langfristig sesshaft zu werden“. Ein Planungsbüro, mit dem sie bereits informelle Gespräche führten, haben die Grünen auch schon im Sinn.

Neubaugebiet in Berghausen

Nun sollte die Verwaltung beauftrag werden, „erste vorbereitende Eckdaten zusammenzutragen“, damit in der nächsten Ratssitzung bereits „erste Planungsideen konkret vorgestellt werden können“. Jürgen Schall (Grüne) verwies bei seiner Vorstellung des Antrags auch auf einen RHEINPFALZ-Artikel, der die Nöte einer jungen Familie bei der Wohnungssuche in Ludwigshafen beschrieb. Dieser könnte auch in Römerberg spielen.

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Grünes Dilemma

Mathias Müller (CDU) ging das Vorgehen der Grünen „viel, viel zu schnell“. Das nächste angedachte Baugebiet in Berghausen in der Nähe der Bahnlinie sei noch in einem sehr frühen Planungsstadium. Müller weiter: „Römerberg ist nicht verpflichtet, die Probleme der Vorderpfalz zu lösen, was Wohnbebauung angeht. Wir holen uns jetzt ohne Not Probleme in den Ort.“ Herbert Martin Kälberer (SPD) fand es zwar sinnvoll, Konzepte zu suchen, damit auch Normalverdiener eine Wohnung finden, andererseits sieht auch er das Neubaugebiet noch in weiter Ferne.

Obwohl Schall seinen Antrag noch abschwächte und darauf verwies, dass es nur darum gehe, sich die Ideen des Planungsbüros kostenlos und unverbindlich anzuhören, kam keine Mehrheit zustande. Bei zehn zu zehn Stimmen und einer Enthaltung wurde der Antrag abgelehnt.

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