Speyerer Umland
Wie Dörfer wieder schöner werden
Weggeworfener Müll, der gerade bei Dreck-weg-Tagen von Bürgern freiwillig eingesammelt wird, ist immer ein Thema. Deshalb wird seit Längerem in Römerberg überlegt, wie in den drei Ortsteilen flächendeckend eine Straßenreinigung eingeführt werden kann. Zuletzt hat sich eine Fachfirma bereit erklärt, in ausgewählten Straßen für zunächst ein halbes Jahr kostenlos die Straßenrinnen von Schmutz zu befreien. In Straßen, in denen sich die meisten Bürger für dieses Pilotprojekt interessieren, könnte die Reinigung ab 1. Juli starten. Die dabei gemachten Erfahrungen sollen ab kommendem Jahr flächendeckend für ganz Römerberg berücksichtigt werden.
Blumenkübel fürs Ortsbild
Auch in Lingenfeld gibt es Überlegungen, wie das Dorf schöner gemacht werden kann. Vor rund zwei Wochen hat die Ortsgemeinde in der Neustadter Straße acht Blumenkübel aufgestellt, die allerdings bis heute nicht bepflanzt sind. Der Grund: Das Ordnungsamt bemängelt, dass die Kübel zu klein sind und von den Verkehrsteilnehmern nicht beachtet werden. Deshalb sollen sie wieder entfernt werden. Nun gibt es jedoch den Vorschlag, dass die Kübel verlost werden und sich Bürger um die Bepflanzung kümmern. Und weil das Thema Verkehr in Lingenfeld eine große Rolle spielt, könnte in jeden Blumenkübel noch ein Schild gesteckt werden, mit der Bitte langsam zu fahren.
Tunnel für weniger Verkehr durchs Zentrum
Die Verkehrsbelastung ist aber nicht nur in Lingenfeld ein großes Thema, sondern auch in Dudenhofen. Dort zeichnet sich eine verkehrspolitische Kehrtwende ab. Ein Bürger sieht sogar schon „Licht am Ende des Tunnels“. Denn nachdem der Landesbetrieb Mobilität keine Notwendigkeit mehr für den überfahrbaren Mini-Kreisel in der Ortsmitte sieht, findet nun wohl eine andere Variante Zustimmung. Um die Gemüter in der Spargelmetropole zu befrieden, ist eine Untertunnelung des neuralgischen Kreuzungsbereiches vorgesehen. Bauen soll ein Konsortium, das internationale Ingenieurskunst vereint und das sich durch ausgewiesene Expertisen wie den Gotthard- und Eurotunnel bereits einen hervorragenden Ruf erworben hat. Über Möglichkeiten einer Teilprivatisierung – zum Beispiel eine Mautstelle bei der ehemaligen „Walter-Villa“ – muss noch verhandelt werden. Die geschätzte Bauzeit der Experten ist schlüssig: Der Gotthard-Basistunnel ist 57 Kilometer lang, die Bauzeit betrug 17 Jahre, der Dudenhofener Tunnel wird nur zwei Kilometer und in neun Monaten fertig sein. Und auch wenn damit vielleicht alle Verkehrsprobleme in Dudenhofen gelöst sein könnten, kommt der Tunnel wahrscheinlich nie. Denn, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, an die rechte, obere Ecke dieser Zeitungsseite blicken, sehen Sie, welcher Tag heute ist: der 1. April. Die drei Vorschläge in diesem Text haben Guido Maier aus Römerberg, Erwin Leuthner aus Lingenfeld und Clemens Keller aus Dudenhofen der Redaktion zukommen lassen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Gründonnerstag und lassen Sie sich nicht in den April schicken
Nadine Klose