Rhein-Pfalz Kreis Weyer nimmt Anlauf zur dritten Amtszeit

Ohne einen Gegenkandidaten geht Erich Weyer (FWG) in die Wahl um das Amt des Ortsbürgermeisters am Sonntag. Seit zehn Jahren sitzt er in Gerolsheim auf dem Chefsessel, bei der letzten Wahl 2009 distanzierte er seinen Herausforderer von der SPD, Volker Rossel, deutlich. Auf Weyer entfielen damals 79,7 Prozent der Stimmen.
Entsprechend mager war das Ergebnis von Rossel: 20,3 Prozent. Von seinem Abschneiden war der Sozialdemokrat damals tief enttäuscht. Sicher ein Grund, es nicht noch einmal zu versuchen. Auch die CDU konnte sich nicht zur Nominierung eines eigenen Kandidaten durchringen. Das sei schade, schließlich büße man dadurch Aufmerksamkeit ein. Es sei aber nicht zu ändern, erläutert Vorsitzender Herbert Müller. „Für einen eigenen Kandidaten brauchen wir noch fünf Jahre Zeit.“ Und so geht es Erich Weyer, der 2004 die Nachfolge des SPD-Bürgermeisters Adolf Buch angetreten hat, vor allem um die Wahlbeteiligung. Seine Sorge: Aus der Annahme heraus, die Sache sei eh schon gelaufen, könnten Gerolsheimer der Bürgermeisterwahl fernbleiben. Der Amtsinhaber hat zwei erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder. Kommunalpolitisch aktiv ist er seit 1984. Seither sitzt der Protestant in seinem Heimatdorf ununterbrochen im Gemeinderat sowie im Haupt- und Finanzausschuss. In der Verbandsgemeinde (VG) Grünstadt-Land gehört er seit 1999 dem Werksausschuss an und seit 2004 dem VG-Rat. Ehrenamtlich engagiert sich der 66-Jährige als Ausschussmitglied im örtlichen Turn- und Sportverein (TuS) und Männergesangverein (MGV). In beiden Clubs ist Weyer Mitglied, genauso wie im Krankenpflegeverein und Förderverein der Feuerwehr. Als Hobbys nennt der pensionierte Dreher und Fertigungsplaner, der sich als Helfer in Haus und Garten bezeichnet, das Anstimmen von Liedern – beim MGV ist Weyer Basssänger –, Turnen, Radfahren und Weinbau. Als Ortschef setzt er auf solides Haushalten. Sein Credo: „Ich kann nicht mehr gestalten, als ich Geld habe zu verwalten.“ Gemeinsam mit allen Fraktionen müsse man einen Weg finden, ohne Schulden zu machen. Dies habe in der Vergangenheit gut funktioniert, beschreibt der Ortschef die Zusammenarbeit der Fraktionen im Gemeinderat. „Jeder kann mit jedem. Und so soll es auch weiter sein.“ Seine Motivation schöpft Erich Weyer aus „der Akzeptanz bei den Bürgern, aus dem Spaß am kollegial-freundlichen Umgang miteinander und aus den tollen Wahlergebnissen 2004 und 2009“. (gnk)