Rhein-Pfalz Kreis Weniger Verbrechen in Mutterstadt

Mutterstadt. Weniger Verbrechen in Mutterstadt, verkündet der Rat für Kriminalprävention in Mutterstadt. Die Straftaten sind im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Und: rund 54 Prozent der registrierten Vergehen konnte die Beamten der Polizeiinspektion (PI) Schifferstadt aufklären.
752 Straftaten sind in Mutterstadt registriert worden, das sind 134 weniger als im Jahr 2012. Besonders die Rohheitsdelikte wie Raub, Körperverletzung oder Nötigung sind nach Angaben des Rats für Kriminalprävention zurückgegangen. Aber auch schwere Diebstähle seien weniger verzeichnet worden. „Alle Straftaten sind rückläufig, das ist eine positive Entwicklung. Mutterstadt erweist sich in keinerlei Weise als auffällig“, berichtet Kai Giertzsch, stellvertretender Leiter der PI Schifferstadt. Die meisten Straftaten in Mutterstadt sind Diebstähle, bei denen es den Tätern nicht besonders schwer gemacht wird. Dazu gehören: nicht abgeschlossene Fahrräder oder Ladendiebstähle. Die Ladendiebstähle, die sieben Prozent aller Taten in der Gemeinde ausmachen, werden besonders in großen Einkaufsmärkten, etwa an der Fohlenweide, begangen. Dort sind Giertzsch zufolge aber auch verstärkt Ladendetektive im Einsatz. 93 Sachbeschädigungen gab es im Jahr 2013 – oft wurden Autos zerkratzt. Zivilstreifen seien im Einsatz, um Täter abzuschrecken. 22 Wohnungseinbrüche hat die Polizei im vergangenen Jahr registriert, das sei noch nicht gravierend. Dennoch sei für alle Gemeinden im Zuständigkeitsbereich seit Juni diesen Jahres eine Sonderermittlungsgruppe eingerichtet worden. Besonders positiv in Mutterstadt: Im Jahr 2013 gab es nur neun Pkw-Aufbrüche, 17 weniger als 2012, und nur 21 Fahrraddiebstähle. „Diese Zahlen sind besonders erfreulich, da sie traditionell höher liegen“, erklärt Giertzsch. Besonders in Gebieten mit Bahnanbindungen würden die Täter vermehrt Fahrräder stehlen, um nicht zu Fuß nach Hause gehen zu müssen. Besonders ärgerlich, wenn auch nicht schwerwiegend, seien die Diebstähle auf dem Friedhof, die vor allem im Mai bis Oktober 2013 stattfanden. Es wurden Metallgegenstände wie Bronzestatuen entwendet und vermutlich an Altmetallhändler weiterverkauft. Die PI Schifferstadt fahre deswegen Zusatzstreifen in der Nacht. Eine ständige Präsenz sei bei acht Gemeinden im Zuständigkeitsgebiet aber schwierig. Keinerlei Probleme hatte Mutterstadt 2013 dagegen mit politisch motivierter Kriminalität. Es gab weder rechte Veranstaltungen noch sind Personen der rechten Szene im Ort bekannt. Gegen Ruhestörungen an Plätzen, an denen sich Jugendliche treffen, hatte die PI zusätzliche Überwachungsdienste in den Sommerferien eingeschaltet. Mit Erfolg: Durch die Präsenz sind Giertzsch zufolge die Beschwerden zurückgegangen. Von den insgesamt 4746 registrierten Straftaten im Zuständigkeitsbereich der PI Schifferstadt wurden laut Kriminalstatistik 15,8 Prozent in Mutterstadt begangen. Fast alle Vergehen sind männlichen Einzeltätern zuzuschreiben, manche von ihnen sind bereits mehrfach in Erscheinung getreten. Auffällig: Viele Täter waren alkoholisiert, besonders bei Delikten wie Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Giertzsch erläutert: „Da Alkohol Kriminalität begünstigt, versuchen wir bei Festlichkeiten ein Bewusstsein für Alkoholkonsum und seine Konsequenzen zu wecken. Zusammen mit der Jugendarbeit und den Gemeinden haben wir zum Beispiel bei der Maifeier in Mutterstadt erhebliche Verbesserungen erzielt.“ Die PI ist zuständig für Schifferstadt, die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim sowie Mutterstadt, Altrip, Waldsee, Neuhofen, Böhl-Iggelheim, Limburgerhof.