Rhein-Pfalz Kreis Weniger Strom verkauft

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Das Gerolsheimer Elektrizitätswerk hat im vergangenen Jahr bei einer Bilanzsumme von rund 949.700 Euro einen Gewinn von 25.250 Euro erzielt. Obwohl weniger Strom verkauft wurde, ist das Ergebnis etwas besser ausgefallen als 2014 (Gewinn: 23.900 Euro). Der Gemeinderat hat den Jahresabschluss am Dienstag abgesegnet.

Der vom Kommunalrecht vorgeschriebene Mindestgewinn für das E-Werk von 6000 Euro sei klar übertroffen worden, sagte Ortsbürgermeister Erich Weyer (FWG). „Wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein. Trotz Investitionen und geringerem Stromabsatz haben wir wieder einen Gewinn erzielt“, so Weyer. Die Hälfte des Erlöses fließe für betriebliche Zwecke in die Rücklage des Unternehmens, die andere Hälfte komme dem Haushalt der Ortsgemeinde zugute. Der Umsatz fiel mit rund 1,018 Millionen Euro geringer aus als im Vorjahr (1,089 Millionen Euro), was vor allem auf die Preissenkung der Grundversorgungstarife um 96 Cent pro Kilowattstunde zum 1. April 2015 zurückzuführen sei. „Gesunkene Netzentgelte und geringere staatliche Umlagen mussten an die Kunden weitergeben werden“, erklärte Weyer. Dass der Gewinn trotzdem etwas höher ausgefallen ist als im Vorjahr, lag daran, dass der Strom günstiger eingekauft werden konnte, berichtete Werkleiterin Birgit Adrian. Ende 2015 hatte der Gerolsheimer Energieversorger 993 Kunden. Die Wechselquote lag mit knapp 13 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Weil die Kündigungen durch Neuverträge kompensiert werden konnten, sei die Kundenzahl nicht weiter zurückgegangen. „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung“, betonte Adrian. Rund 2,9 Millionen Kilowattstunden wurden 2015 abgesetzt – etwas weniger als im Vorjahr (3,08 Millionen). Der Energieverbrauch gehe deutschlandweit zurück, meinte Weyer. „Viele Stromkunden benutzen inzwischen energiesparende Elektrogeräte. Das ist aus ökologischen Gründen gewünscht, und es war klar, dass sich das irgendwann auch bei unserem Ergebnis bemerkbar machen würde.“ Die Netzverluste waren mit 4,9 Prozent höher als 2014 (3,3 Prozent), was Adrian zufolge aber den normalen Schwankungen entspricht. „Das Netz ist in einem sehr guten Zustand.“ 15.000 Euro wurden im vergangenen Jahr in dessen Erhaltung investiert. 2014 haben die Stadtwerke Frankenthal die kaufmännische und technische Betriebsführung des E-Werks übernommen. Dafür wurde bis Ende 2018 ein Vertrag abgeschlossen. |gnk

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