Rhein-Pfalz Kreis Weniger Straftaten

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Mutterstadt. 626 registrierte Straftaten in Mutterstadt – so lautet das Ergebnis des Berichts für das Jahr 2014. Diesen hat Kriminalhauptkommissar Kai Giertzsch, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Schifferstadt, am Dienstagabend dem Rat für Kriminalprävention vorgestellt. Damit sind 126 Straftaten weniger zur Anzeige gekommen als im Jahr davor.

In kriminalistischer Sicht ist Mutterstadt recht unauffällig, lautete Giertzschs Fazit. Von den registrierten Fällen habe die Polizei 314 lösen können. Dies entspricht einer Aufklärungsrate von 50,2 Prozent. „Damit ist die Rate zwar etwas niedriger als im Jahr davor, aber das ist schon ein tolle Ergebnis“, berichtet Ordnungsamtsleiter Klaus Hübner auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Mit 151 Fällen belegen die Sachbeschädigungen den Spitzenplatz in der Statistik – das sind elf Fälle weniger als im Jahr 2013. Auch die Delikte in den Bereichen Raub und Körperverletzung (105), Diebstahl (140), Wohnungseinbruch (19) oder Ladendiebstahl (27) seien rückläufig. „Kriminalität gibt es immer, aber bei uns kommt diese nicht übermäßig vor“, kommentiert Hübner die positive Entwicklung. Einzig die Verstöße in Bezug auf Betäubungsmittel und Waffen seien von 19 auf 24 gestiegen. „Insgesamt ist es allerdings eine erfreuliche Statistik, denn wenn die Rate sinkt, sind wir schon zufrieden“, meint Hübner. Das Ordnungsamt sei für viele Bürger die erste Anlaufstation, wenn sie sich über Sicherheit und Einbruchschutz informieren möchten. „Wir sind quasi das Bindeglied zur Polizei und stellen den Kontakt zu den Ansprechpartnern her“, erklärt Hübner. Beim Seniorentreff beraten die Mitarbeiter des Ordnungsamts bei verschiedenen Veranstaltungen regelmäßig ältere Leute. „Uns ist es wichtig, sie zu sensibilisieren. So geben wir Tipps für das richtige Verhalten beim Einkaufen, zum Beispiel den Geldbeutel nicht ganz oben auf dem Korb liegenzulassen, oder warnen vor Trickbetrügern, die plötzlich vor der Haustür stehen“, berichtet der Ordnungsamtsleiter. Für die Zukunft hoffe er, dass die Kriminalitätsrate weiter zurückgeht, „aber da steckt man ja nie drin. Es muss nur ein Täter kommen, der 50 Räder stiehlt, dann sind das gleich 50 Straftaten“, sagt Hübner. So einen abrupten Anstieg habe es beispielsweise in der Hexennacht 2014 gegeben, als gleich zehn Außenspiegel von Autos abgetreten wurden. Hübner hofft zudem, dass die Edelmetalldiebstähle auf dem Friedhof, „die haben wir ja leider öfter“, nicht wieder ansteigen, denn im vergangenen Jahr sind bei der Polizei lediglich sieben Grabschmuck-Diebstähle zur Anzeige gekommen. (lai)

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