Rhein-Pfalz Kreis Weniger Gewinn

Das Elektrizitätswerk der Ortsgemeinde Gerolsheim hat im vergangenen Jahr bei einer Bilanzsumme von etwa 940.000 Euro einen Gewinn von rund 32.600 Euro erzielt – knapp 15.000 Euro weniger als 2012. Das hat ein Wirtschaftsprüfungsbüro im Auftrag der Gemeinde ermittelt und am Mittwoch dem gemeinsam tagenden Gemeinderat und Werksausschuss mitgeteilt.
Das Werk stehe gut da, bescheinigte Wirtschaftsprüfer Mario Burret den Gremien. „Der vom Kommunalrecht vorgeschriebene Mindestgewinn von 6000 Euro wurde klar übertroffen.“ Die Hälfte des Gewinns fließt für betriebliche Zwecke in die Rücklagen des Unternehmens, die andere Hälfte kommt dem Haushalt der Gemeinde zugute. Die Höhe der Konzessionsabgabe beträgt laut Verwaltung rund 45.600 Euro, die ebenfalls in den Gemeindehaushalt übergehen. Dem Jahresabschluss wurde einstimmig zugestimmt. 2012 hatte das E-Werk noch einen Gewinn von rund 47.500 Euro erzielt. 2011 waren es sogar 53.000 Euro gewesen, im Jahr davor aber nur 39.000 Euro, so Burret. 2013 sei für gut 11.000 Euro weniger Strom verkauft worden als 2012, begründete der Wirtschaftsprüfer den Rückgang. Außerdem seien die Verwaltungskosten gestiegen. Bürgermeister Erich Weyer (FWG) berichtete von einer Kundenabwanderung in Höhe von acht Prozentpunkten. Aktuell hat das E-Werk laut Verwaltung rund 900 Kunden. 4,8 Prozent betrugen 2013 die Netzverluste – Burret zufolge „ein normaler Wert“. Seit Beginn des Jahres wird das Gerolsheimer E-Werk von den Frankenthaler Stadtwerken verwaltet (wir berichteten). Wie die Leiterin des Kundenservice der Stadtwerke, Birgit Adrian, die seit Januar die Geschäfte des gemeindeeigenen E-Werks führt, berichtete, könnten die Stadtwerke künftig auch den Betrieb der Gerolsheimer Straßenbeleuchtung übernehmen – inklusive Wartung, Instandsetzung und Stördienst. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht, so Weyer. „Wir müssen überlegen, ob wir das machen.“ (gnk)