Bobenheim-Roxheim Wenig Wasser und Sauerstoff im Altrhein

Offenbar kein Grund zur Sorge: Dem Roxheimer Altrhein fehlt Wasser.
Offenbar kein Grund zur Sorge: Dem Roxheimer Altrhein fehlt Wasser.

Vielleicht sieht es demnächst nach den angekündigten Regentagen anders aus, aber der Wasserstand im Altrhein in Bobenheim-Roxheim in der zu Ende gehenden Woche hat eine Leserin aus dem Ort doch sehr beunruhigt. Grundlos, wie die Untere Naturschutzbehörde meint.

Die Wasserfläche des Altrheins in der Nähe des Sportclubs hat sich weit zurückgezogen, der Holzsteg endet auf dem Trockenen. So zeigt es ein Foto, das am vergangenen Samstag aufgenommen wurde. Besteht Gefahr für das Gewässer? Nein, sagt die Sprecherin des Rhein-Pfalz-Kreises auf Anfrage der RHEINPFALZ, weil der Wasserstand dort ohnehin meist niedrig sei. An dem Steg befinde sich nur selten Wasser, und dann auch nur für einige Wochen im Jahr. „Das ist bedingt durch die allgemeine Tendenz absinkender Grundwasserspiegel und lang anhaltender Trockenheit“, so Kornelia Barnewald. Die Naturschutzbehörde kann darin derzeit keine Gefahr für die dortige Tierwelt sehen.

Aufmerken lässt am Altrhein, allerdings im südlichen Bereich, momentan auch ein Sprudelgerät mitten in dem See. So hässlich, wie das von Bojen und Pontons umringte Ding aussieht, handelt es sich sicher nicht um einen Beitrag der Gemeinde zur Tourismusförderung. Betriebshofleiter Peter Bartmann kann die Sache erklären.

Sprudelgerät belüftet den See

„Das ist ein Belüfter, der Altrheinwasser ansaugt und in die Luft bringt, damit es sich dort mit Sauerstoff anreichert, und dieser Sauerstoff ins Gewässer kommt“, so Bartmann. Das werde eigentlich jedes Jahr etwa von Juli bis November/Dezember gemacht, wenn der Sauerstoffgehalt im Altrhein zu gering sei. „Nur haben wir normalerweise dort ein anderes Gerät laufen, das man vom Altrheinpfad aus kaum sieht, weil es sich unter der Wasseroberfläche befindet.“ Dieser Belüfter sei in Reparatur, weshalb der andere zum Einsatz komme.

Wann so etwas notwendig ist oder auch wieder beendet werden kann, entscheiden die Fachleute vom Landesumweltamt, die solchen Gewässern regelmäßig Proben entnehmen. Je mehr Pflanzen im Wasser sind, desto mehr Sauerstoff wird produziert. Je mehr Pflanzen sterben und sich am Seegrund zersetzen, desto mehr wird von diesem lebenswichtigen chemischen Element verbraucht.

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