Mutterstadt
Wenig Resonanz auf Hilfen bei Impftermin-Vergabe
Mitte Januar hatte die Gemeindeverwaltung die Telefonnummer des Dorftelefons der Bürgerstiftung im Amtsblatt veröffentlicht, damit sich ältere Mitbürger melden können, die Fragen haben oder unsicher sind, wie sie sich im Internet für eine Corona-Impfung anmelden können. Wer keine solche Unterstützung aus dem Familienkreis hat und in Mutterstadt wohnt, könne sich gern melden. Und einige Bürger nutzten das Angebot: „Wir nehmen den Anruf entgegen, notieren die Telefonnummer und sagen, dass wir uns wieder melden, etwas später oder zu einem vereinbarten Termin“, erklärt Bernd Feldmeth von der Bürgerstiftung den Ablauf.
Er weiß auch, wie das Prozedere rund um die Impfterminvergabe abläuft. Der erste Schritt ist ihm zufolge die Anmeldung beim Online-Portal, das das Land Rheinland-Pfalz eingerichtet hat: „Ich melde mich hier mit meiner E-Mail-Adresse an und erhalte kurz darauf per E-Mail einen Link zum elektronischen Fragebogen für die Anmeldung zur Impfung.“ Ganz wichtig sei der Datenschutz, und deshalb erkläre er auch jedem genau, was in der Datenschutzerklärung steht. Auch Feldmeth und seine beiden Mitstreiter von der Bürgerstiftung haben sich der Gemeindeverwaltung gegenüber dem Datenschutz verpflichtet, um zu gewährleisten, dass die persönlichen Daten der Anrufer geschützt werden. Gemeinsam mit den Hilfesuchenden geht Feldmeth schließlich den gesamten Fragebogen durch.
Darin geht es im Hinblick auf die Corona-Impfung um eventuelle Risikofaktoren wie Krankheiten und Allergien desjenigen, der geimpft werden möchte. Es wird gebeten, zum Impftermin eine Medikationsliste des Hausarztes mitzubringen. Fragen mit medizinischen Fachausdrücken werden manchmal nicht gleich verstanden. Dann leisten Feldmeth und seine Kollegen geduldig Aufklärungsarbeit: „Wir helfen beim Verständnis und erläutern die Fragen.“ Rund eine Viertelstunde in etwa würde es dauern, den Fragebogen zu beantworten. Danach wird der Fragebogen versendet, woraufhin eine Antwortmail mit der Vorgangsnummer kommt, die an die betreffenden Bürger weitergegeben wird.
„Menschen sind dankbar“
Sobald es wieder genug Impfstoff gibt, voraussichtlich ab Anfang Februar, meldet sich das Impfzentrum dann per E-Mail und per Post mit den beiden Terminen für die erste und die zweite Impfung. Mit dabei sind dann ausführliche Erläuterungen zum Impfstoff und zum Ablauf im Impfzentrum. Bei Anfragen zu einem Fahrdienst können sich Impfwillige mit zugeteiltem Impftermin, die keinerlei andere Fahrgelegenheit haben, unter der Telefonnummer 06234/946462 montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr melden. Die Gemeindeverwaltung organisiert für diese Notfälle zusammen mit dem DRK Mutterstadt und der Gemeinde Limburgerhof einen Fahrdienst.
Nach getaner Arbeit herrscht Erleichterung bei den Anrufern, weiß Feldmeth. „Die Menschen freuen sich und sind dankbar“, berichtet der Vorsitzende, der mit seinen Kollegen bisher rund 15 Senioren bei der Terminanmeldung unterstützt hat. Erwartet hatten er und seine Mitstreiter allerdings mehr Anrufer – schließlich war die Aufregung und der Unmut über das Anmeldeprozedere bislang groß. „Wahrscheinlich funktioniert aber die Nachbarschaftshilfe in Mutterstadt auch bei diesem Thema sehr gut“, vermutet Feldmeth. Trotzdem wollen die Ehrenamtlichen noch einmal auf das Angebot hinweisen und die Bürger ermuntern, sich an die Bürgerstiftung zu wenden, wenn sie als Ältere derzeit einen Impftermin beantragen können. „Wir bieten die Unterstützung so lange an, wie sie gebraucht wird“, sagt Feldmeth. Darüber hinaus kann aber das Dorftelefon auch zukünftig angerufen werden von allen, die Unterstützung brauchen oder Unterstützung anbieten möchten.