Rhein-Pfalz Kreis Weinschorle auf dem Betze

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Dass im Fußballstadion auch Weinschorle schmeckt, weiß Moritz Schneider vom Weingut Jesuitenhof in Dirmstein. Er ist einer der 20 Jungwinzer, die im April 2015 sich gegen 50 Bewerber durchgesetzt haben und erstmals als „Generation Pfalz“ bundesweit den regionalen Wein repräsentierten. Nach einem Jahr ziehen vier Vertreter aus dem Leiningerland Bilanz.

Die Jungwinzer unter 40 Jahren mussten damals eine Jury um den renommierten Sommelier Peer Holm mit ihren Weinen überzeugen und leisteten im vergangenen Jahr Pionierarbeit für den Wettbewerb. Das zahlte sich aus: „Wir haben die Pfalz auf vielen guten Veranstaltungen vertreten und so viele Kontakte geknüpft“, berichten Dorothee und Karoline Gaul vom gleichnamigen Sausenheimer Winzerbetrieb. Wie zum Beispiel im Rheinloft in Köln, wo die „Generation Pfalz“ rund 150 Fachhändlern den Wein aus der Region näher brachte. „Das hat sich wirklich gelohnt. Das Fachpublikum hat großes Interesse gezeigt und war regelrecht auf der Suche nach Pfälzer Betrieben.“ Neben Verkostung und persönlichem Austausch standen Seminare auf dem Programm – zu den Rebsorten etwa, zu Boden und Verarbeitung und natürlich zur „Generation Pfalz“ selbst und wer hinter den Weinen steckt. Zahlreiche Termine führten die Pfalz-Vertreter kreuz und quer durch Deutschland: Vom Gala-Abend eines Medienpreises in den Hamburger Deichtorhallen bis hin zu Veranstaltungen in München oder Dresden. Auch einige echte Heimspiele durften die Jungwinzer bestreiten: „Wir waren beim ,OIV-Weltkongress für Rebe und Wein’ in Mainz und haben in der Loge auf dem Betze unseren Ausschank gemacht“, erzählt Moritz Schneider. Fußball und Wein – passt das zusammen? „Na, der FCK ist Pfalz und unser Wein ja auch. Das passt schon; eine Schorle kann man bei jeder Gelegenheit trinken, auch im Stadion“, meint Schneider lachend. Erst Anfang des Jahres führte der Weg ins Mannheimer Schloss zum „Riesling Rendesvouz“, wo sie gemeinsam mit den Nächstplatzierten ihre Weine präsentierten. Gastgeber waren sie selbst aber auch: „Die Sommelier-Union hat eine dreitägige Pfalzreise unternommen und war bei der Traubenlese dabei. Wir haben ein großes Grillen ausgerichtet“, berichtet Julia Benzinger vom Weingut Benzinger in Kirchheim. Die Idee, ein Netzwerk aus verschiedenen Branchen aufzubauen, habe erste Früchte getragen: Bei einem Wettbewerb von Jungköchen in Mainz schenkten die Jungwinzer aus. Dabei war aller Anfang für die erste „Generation Pfalz“ durchaus arbeitsintensiv: „Es hat ein halbes Jahr gedauert, bis alles richtig angelaufen ist – auch bis für die Organisation seitens Pfalzwein ein Weg gefunden wurde“, so Karoline Gaul. „Inzwischen haben wir dort sogar eine eigene Ansprechpartnerin.“ Viel Freiraum, sich einzubringen, hätten sie gehabt. Das Fazit der Teilnehmer aus dem Leiningerland: „Es war schön, dieses Projekt in der Anfangsphase mitzugestalten. Das Klima war sehr gut – wir jungen Pfalz-Vertreter tauschen uns pfalzweit gerne aus.“ Bevor die nächste Generation im Juni an den Start geht, stehen noch Veranstaltungen wie die „Pro Wein“ in Düsseldorf oder „Wein am Dom“ in Speyer an. Die Zukunft des Projekts sehen die Jungwinzer positiv: „Die Pfalz ist dynamisch, wir haben viele Nachwuchstalente – das wird weiter für das Fachpublikum und Interessierte spannend bleiben.“ (kcs) Kontakt Im April ist Bewerbungsbeginn für die neue „Generation Pfalz“, die dann im Juni vorgestellt wird. Mehr Infos zur „Generation Pfalz“ unter www.generation-pfalz.de.

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