Dudenhofen
Weihnachtswaldbasar: Unbezahlbar ist nur eins
Bürgermeister Jürgen Hook (SPD) ist es wichtig zu loben an diesem dritten Advent. Diejenigen, die sich um das Sicherheitskonzept bemüht haben. Ohne das wäre der Weihnachtswaldbasar Geschichte. Überall auf der natürlichen Veranstaltungsfläche sind Ordner auszumachen, die für Sicherheit sorgen sollen. Ordnungsbehörde und Polizei regeln den Verkehr schon am frühen Vormittag. Auf dem Festplatz und dem Parkplatz des Fußballvereins geht nichts mehr.
Im Dudenhofener Wald ist es voll. Die Leute verteilen sich jedoch an den Ständen, an denen es allerlei zu erwerben gibt. liebevoll Selbstgemachtes wechselt sich dabei mit schmackhaftem Hausgemachtem ab. Einzig die viel gepriesene Atmosphäre ist unbezahlbar. Ansonsten gibt es Etliches, das sich als letzte Kleinigkeit zum Drapieren unter dem Tannenbaum am Heiligen Abend eignet. Handbemaltes Porzellan, gebrannt bei 800 Grad, gefilzte Rentiere, die auch gerne mal poppig pink sein dürfen, handgemachte Seife, Schmuck in allen Variationen, Holzkreationen – die Auswahl ist riesig und verdient Anerkennung.
Die Lust aufs Kartenschreiben statt der schnellen Handynachricht weckt Alessa Schall mit ihren selbstgemachten Karten. Seit Beginn des Basars vor über zehn Jahren ist sie mit einem Stand dabei. „Alle Karten sind selbst gestaltet und dann gedruckt“, erklärt sie. Die Vervielfältigung sei notwendig, denn die Auflage, die in Dudenhofen gefragt ist, könnte sie ansonsten gar nicht erfüllen. Als tolle Alternative zum Weihnachtsmarkt in der Stadt bezeichnet Schalls Schwester Sandra den Weihnachtswaldbasar. „Hier ist man im Einklang mit der Natur“, meint sie.
Das ist auch die Jugendgruppe der Evangelischen Kirchengemeinde gerne. Dafür haben sie sich seit Anfang Dezember mächtig ins Zeug gelegt: Spekulatiuscreme und Kerzenfresser sind entstanden. „Die Creme hat eine gewisse Tradition, die sich durch alle Generationen bisher zieht“, berichtet Henri Neuhaus (17). Verkaufstechnisch hat er es drauf und motiviert so manchen spontan Interessierten zum Mehrfachkauf. Einen kleinen Teil der Einnahmen möchte die Jugendgruppe in ein Volleyballnetz stecken, der Rest wird gespendet.
Fußballer erstmals dabei
Premiere zwischen versierten Beschickern feiert der FV Dudenhofen. „Wir identifizieren uns mit dem Basar und möchten mit unserer Teilnahme Solidarität mit der Veranstaltung und der Gemeinde zeigen“, stellt Christian Schultz, der sportliche Direktor, heraus. Der Einsatz wird belohnt: Um neun Uhr in der Frühe gehen die ersten Getränke über den Tisch – eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung.
Zwischen Mistel- und Barbarazweigen, Gemüseschnitzel und Burrito, Lebkuchen und Weihnachtskugeln erklingen regelmäßig die Instrumente der Jagdhornbläser aus Dudenhofen. Auch der Nikolaus wird im Dudenhofener Wald gesichtet. Und im Vorlesezelt gibt’s vorweihnachtliche Geschichten. Das Konzept geht auf, in jeder Beziehung.