Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Weihnachtsmarkt: Viel Selbstgemachtes auf dem Kurpfalzplatz

In der Werkstatt des Sozialvereins Kunterbunt verzierten Kinderhände Lebkuchen.
In der Werkstatt des Sozialvereins Kunterbunt verzierten Kinderhände Lebkuchen.

Handgemachtes war am Wochenende auf dem Bobenheim-Roxheimer Weihnachtsmarkt angesagt: Plätzchen, Schnitzereien, Gebasteltes, Gestricktes, Genähtes. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde es zwischen den Buden im Pfalzring richtig voll.

Der Kurpfalzplatz in Bobenheim-Roxheim bietet eine schöne Kulisse für den Weihnachtsmarkt. Fast wirkt das Ambiente wie ein mittelalterlicher Marktplatz, auch wenn moderne Wohn- und Geschäftshäuser den Platz säumen. Am frühen Samstagabend war der Besuch noch etwas spärlich, aber je später und dunkler der Abend, desto mehr Menschen drängten sich an den Ständen. Gut für das Bläserensemble Viel Blech, schade für den Gospelchor voices@heaven, der seinen frühen Auftritt ohnehin schon etwas hinausgeschoben hatte.

Die Auswahl an den Buden reichte von Spießbraten aus der Hausschlachterei Böhner über Crêpes, Kaiserschmarrn und Bratwurst bis zum breitgefächerten Angebot des Restaurants La Piazza. Zwei Weingüter waren vertreten, ebenso örtliche Vereine wie der deutsch-französische Freundschaftskreis. Schüler hatten unter anderem Plätzchen gebacken, um damit die Jahrgangskasse zu füllen. Jede Grundschulklasse der Rheinschule hatte sich ein Thema gestellt und entsprechend gebastelt. Die Erzeugnisse konnten Besucher am Stand des Fördervereins der Schule kaufen.

So brennt man Mandeln

Luif Bittera steuerte mit seiner Klasse gebrannte Mandeln bei. Das Rezept verrät er den RHEINPFALZ-Lesern: Für etwa 250 Gramm ungeschälte Mandeln werden 220 Gramm Zucker und zwei Päckchen Vanillezucker gut gemischt, dann wird die Hälfte des Zuckers zusammen mit einem Teelöffel Zimt und 100 Milliliter Wasser in einer tiefen Pfanne erhitzt. Das Wasser verdampft und die Mandeln karamellisieren. „Das duftet dann gut“, weiß der Achtjährige. Dann wird kräftig gerührt, damit alle Mandeln schön zuckrig werden. Ist das Wasser verdampft, wird die zweite Zuckerhälfte dazugegeben und wieder gerührt, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Jetzt müssen die Mandeln mundgerecht abkühlen, bevor sie in Tütchen verpackt und angeboten werden.

Geschnitzte Heiligen- und Krippenfiguren, Tiergestalten und sogar eine alemannische Fasnachtsmaske aus der Werkstatt ihres verstorbenen Mannes offerierte Gisela Neumann, bunte Gute-Laune-Broschen aus Stoff die Ortsgruppe des BUND. Einen Würflerweck mit Frikadelle gab es beim Würfelclub Bobenheim-Roxheim. 1978 sei der gegründet und vor rund zehn Jahren wiederbelebt worden, erzählt Christopher Böhl. Rund 15 Mann treffen sich in lockerer Runde einmal monatlich. Gewürfelt wird „einfach zum Spaß“.

Toll für Kinder: Lebkuchen verzieren

Auf die Kinder warteten der Santa-Fe-Express und das Klim-Bim-Karussell mit Bambi, Pferden, Feuerwehrwagen und Motorrädern. Wer wollte, konnte seinen eigenen Lebkuchen dekorieren. Nackte Tannenbäume oder Männchen erhielten mit Zuckerguss, bunten Smarties oder Fruchtgummischlangen ein süßes Äußeres. Das Gebäck stammte aus einer Odenwälder Lebkuchenbäckerei, „es schmeckt sehr gut“, versicherte Karola Schalk vom Sozialverein Kunterbunt, der diese Werkstatt zum zweiten Mal im Kurpfalztreff anbot. „Das Gute daran ist, dass die Kinder hier ohne Hilfe etwas schaffen können“, so Schalk. Am Ende mussten die Lebkuchen noch trocknen, dann durften sie – gut eingepackt – den Nachhauseweg antreten.

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