RÖMERBERG RHEINPFALZ Plus Artikel Weihnachtsbeleuchtung: Sterne und Lichter

Vorbild für Heiligenstein: Die Weihnachtsbeleuchtung im österreichischen Kitzbühel.
Vorbild für Heiligenstein: Die Weihnachtsbeleuchtung im österreichischen Kitzbühel.

Das Thema heimelige Beleuchtung in der Weihnachtszeit hat sich in letzter Zeit in Römerberg zu einem heißen Eisen entwickelt. Diesmal hat sich der Ortsgemeinderat auf einen einstimmigen Beschluss verständigt.

Hitzig waren vor einigen Wochen die Diskussionen im Ortsgemeinderat über das abendliche Anstrahlen der Kirchen in Heiligenstein und Mechtersheim. Dieses vor allem von Ratsmitglied Günter Walburg (CDU) propagierte Ansinnen, hatten die Grünen noch mit Verweis auf den Klimaschutz abgeschmettert. Jetzt kam das Thema Beleuchtung zur Weihnachtszeit wieder aufs Tapet – diesmal ging es um die Straßenbeleuchtung. Und siehe da: Obwohl der erste Advent noch eine Weile weg ist, kehrte Harmonie in den Ortsgemeinderat ein und es wurde eine Lösung gefunden, mit der alle Fraktionen ihren Weihnachtsfrieden machen konnten.

Konkret soll in Berghausen das neu gestrichene Alte Bürgermeisteramt mit einer fest montierten Weihnachtsbeleuchtung (Preis 1800 Euro) geschmückt werden. In Heiligenstein sollen im Bereich der Kirche fünf Lichterketten über die Heiligensteiner Straße gezogen werden (1400 Euro). „Diese sind unter anderem mit Sternen geschmückt, welche auch im ausgeschalteten Zustand gut wirken“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Preisgünstige Lösung

In Mechtersheim gibt es seit Jahren eine Anwohnerinitiative, die in der Mechtersheimer Straße für eine weihnachtliche Beleuchtung sorgt. Die Ortsgemeinde will diese verstärkt unterstützen, zumal der Initiative die Überalterung droht. Die derzeit genutzten Lichterketten sollen nach und nach durch Dauerlichterketten, die die Ortsgemeinde beschafft, ausgetauscht werden. Hinzu kommt in den drei Ortsteilen die Beleuchtung der Weihnachtsbäume, die weitere 5700 Euro kostet.

Mit dieser Lösung käme die Ortsgemeinde deutlich günstiger weg als mit den zunächst angedachten LED-Sternen für 600 Euro pro Stück. Und auch günstiger, als es die in den Haushalt für diesen Zweck eingestellten 20.000 Euro erlauben würden. Mit dieser Art von Weihnachtsbeleuchtung konnten sich dann auch die Grünen anfreunden, die so vehement gegen das Anstrahlen der Kirchen argumentiert hatten. „Mit dem Weg können wir leben. Wir haben nichts grundsätzlich gegen Weihnachtsbeleuchtung“, sagte Fraktionssprecher Jürgen Schall. Auch Mathias Müller (CDU) begrüßte die Lösung im Hinblick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis. „Es würde ein schönes Ambiente reinbringen“, sagte er.

Sein Fraktionskollege Günter Walburg konnte sich indes einen Seitenhieb auf die Grünen nicht verkneifen: Er freue sich, dass alle Fraktionen Zustimmung signalisierten, sei aber verwundert, dass alle Gründe, die vor einigen Wochen noch gegen die von ihm vorgeschlagene Kirchenbeleuchtung vorgebracht wurden, nun offenbar nicht mehr gelten.

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