Rhein-Pfalz Kreis Weiche Butterhörnchen, warmer Kakao

Mutterstadt. Viele Kinder kennen und lieben Conni – das Mädchen mit der roten Schleife im blonden Strubbelhaar. Die Geschichten rund um das fröhliche Kind gibt es in Büchern, auf CDs und als Fernsehserie. Am Mittwoch war das Mädchen sogar persönlich zu Gast in Mutterstadt. Rund 600 Zuschauer erlebten im Palatinum „Conni – das Musical“.
Die quietschbunte Inszenierung des Cocomico Theaters aus Köln richtete sich an Kinder ab vier Jahren. Und aus deren Alltag kommen auch die Themen, mit denen sich die Protagonistin im Ringelpulli beschäftigt. Das fünfköpfige Ensemble um Andrea Esser als Conni brachte inmitten überdimensional großer Requisiten einen ganz normalen Tag im Leben der Fünfjährigen auf die Bühne. Nun ja, fast normal, denn es war der Tag vor Connis sechstem Geburtstag. Und der fing schon chaotisch an. So musste sich Conni morgens erst einmal gedulden, bis ihr kleiner Bruder Jakob (Erika Rifinius) seine Flasche leer getrunken hatte. Im Kindergarten gab es neben Spielen und Tänzen mit ihren Freunden Julia (Laura Bablick) und Simon (ebenfalls verkörpert von Erika Rifinius) auch die unvermeidlichen Kabbeleien. Das Kuchenbacken am Nachmittag brachte zwar viel Spaß, aber nicht das gewünschte Ergebnis. Und beim Einschlafen war Conni angesichts des bevorstehenden Fests nur noch wahnsinnig aufgeregt. So turbulent wie die Geschichte war auch die Musik des Stücks. In fröhlich-leichten Liedern wie zum Beispiel das mit dem Titel „Weiche Butterhörnchen, warmer Kakao“ waren ganz nebenbei sinnvolle Botschaften an die kleinen Zuschauer versteckt: „Ein gutes Frühstück ist das Wichtigste am Tag.“ Mit viel Rhythmus brachten Stücke wie der Hip-Hop-Song „Hoch das Bein!“ die Zuschauer in Bewegung. Musikalisch wurde die Uhrzeit erklärt oder wie sich links von rechts unterscheiden lässt. Und manchmal gab es auch ein bisschen Streit. So mussten die Freunde im „Bestimmer-Lied“ klären, wer die Richtung angibt. Dass Conni eine Figur ist, mit der sich viele Kinder identifizieren können, machte sich auch im Palatinum bemerkbar. Die kleinen Zuschauer fieberten mit, träumten mit dem Mädchen mit der roten Schleife von Geschenken und freuten sich, wenn sie in das Geschehen eingebunden wurden. Immer mal wieder übten Connis Freunde mit dem Publikum das Überraschungs-Geburtstagslied. Und dazu reckten sich dann auch viele Arme in die Luft und Zuschauer tanzten im Gang mit. Da fühlte es sich am Ende des Abends schon ein wenig so an, als würde man mit der eigenen Freundin Geburtstag feiern. (sud)