Rhein-Pfalz-Kreis Was Kirchengemeinden für Weihnachten planen
Wo Gottesdienste stattfinden, sind Anmeldungen nötig und es gelten natürlich die üblichen Regeln: Abstand, Hygiene, Mund-Nasen-Schutz. Zwar sei den Kirchen aufgrund der Religionsfreiheit das Feiern von Gottesdiensten nicht untersagt worden, sagt Wolfram Kerner. Aber: „Unsere Presbyterien halten es angesichts der gegenwärtigen Lage mit ihren extrem hohen Fallzahlen für ein Gebot der Vernunft, auf Versammlungen möglichst zu verzichten, um Menschen nicht zu gefährden“, schreibt der geschäftsführende protestantische Pfarrer für Fußgönheim und Schauernheim. Dies gelte voraussichtlich bis zum 10. Januar, die beiden Kirchengremien hätten dies am Donnerstag einstimmig beschlossen, sagt Kerner.
Video und „Lichtertüten“
Ein Team der Gemeinde habe ein Gottesdienst-Video produziert, das am 23. Dezember online gehen wird (www.theologo.de). Vor dem Gemeindehaus in Schauernheim sowie an der Konzertmuschel im Kirchgarten Fußgönheim würden für Familien mit Kindern ab dem Mittag des Heiligabends „Lichttüten“ mit Weihnachtsgeschichte, Liedvorschlägen und Gebet zum Mitnehmen für eine kleine Andacht zu Hause stehen. Und mit einem wöchentlichen Flugblatt könnten die Gemeindemitglieder geistiche Impulse erhalten.
Gemeinsam singen – und doch getrennt
„Anders – aber richtig gut“ haben die Maxdorfer Protestanten ihr Programm für Heiligabend überschrieben. So können die Gläubigen schon ab dem Morgen des 24. Dezember Online-Gottesdienste auf der Website www.evkirche-maxdorf.de verfolgen. Ganz persönliche Weihnachtsmomente können laut Pfarrer Stefan Fröhlich an Heiligabend beim Bummel durch die festlichen Weihnachtskirchen erlebt werden: von 15 bis 18 Uhr in der Johanneskirche, von 16 bis 19 Uhr in der Christuskirche. Besucher müssen sich registrieren lassen. Um 21 Uhr schließlich startet gemeinsam mit der katholischen Pfarrgemeinde ein ökumenisches Balkonsingen. Zunächst werden drei Minuten lang in den drei Maxdorfer Kirchen die Glocken läuten. Dann sollten die Maxdorfer auf den Balkon oder vor ihre Haustür treten, zunächst „O Du Fröhliche“ singen, das Vater Unser beten, dann „Stille Nacht“ intonieren, bevor erneut die Glocken läuten. „Es wäre schön, wenn Sie sich daran beteiligen und so Maxdorf weihnachtlich musikalisch an allen Ecken und Enden erschallen lassen“, schreiben die Pfarrer Raimund Röther und Stefan Fröhlich.
Anmelden und Maskenpflicht
In Mutterstadt müssen laut Pfarrer Knut Trautwein wegen der neuesten Coronaverordnung des Landes Rheinland-Pfalz einige der angekündigten Gottesdienste in der protestantischen Kirchengemeinde entfallen. Dies betreffe diejenigen am 25. 26. und 27. Dezember um 11.15 Uhr – die jeweiligen 10-Uhr-Gottesdienste an den genannten Tagen finden dagegen statt – sowie den Silvestergottesdienst am 31. Dezember um 18 Uhr, derjenige um 17 Uhr wird gefeiert. Außerdem werden an Heiligabend nicht wie vorgesehen zehn besinnliche Einstimmungen auf den Heiligen Abend in der Kirche stattfinden, sondern nur zwei – und zwar um 14.30 und um 16 Uhr. Bei allen Angeboten besteht durchgehende Maskenpflicht, außerdem müssen sich die Besucher vorher anmelden im protestantischen Pfarramt 2 (Telefon 06234/2386), erinnert Trautwein. Die Besichtigungstermine für die Krippe müssten gänzlich entfallen.
„Kirchen-Lockdown“ nach Weihnachten
Der geplante Freiluft-Gottesdienst im Schulhof in Neuhofen ist, wie berichtet, nicht genehmigt worden. Laut dem protestantischen Pfarrer Ralph Gölzer werden nun an Heiligabend zwei kleine Gottesdienste in der Kirche um 16 und 17.30 gefeiert – vom zweiten Weihnachtsfeiertag bis 9. Januar sind laut Presbyteriums-Beschluss dann alle Gottesdienste abgesagt.
Der Katholische Musikverein Hochdorf pflegt seit fast 35 Jahren die Tradition des Turmblasens vor der Christmette am Heiligen Abend. Wegen der Corona-Abstandsregeln kann allerdings nicht vom Turm der Kirche St. Peter herab musiziert werden. Die Musiker werden daher mit gebührendem Abstand an der Kirche spielen.
Was in anderen Kirchengemeinden vorgesehen ist lesen Sie hier und an dieser Stelle.