Rhein-Pfalz Kreis Was ist eine Serenade?

Wenn ihr klassische Musik live erleben wollt, dann müsst ihr meistens ins Theater oder in einen Konzertsaal gehen. Man spricht von der so genannten E-Musik (für ernste Musik), die auf besondere Art und Weise präsentiert wird. Während das Gegenteil, die U-Musik (also Unterhaltungsmusik wie Pop oder Rock), eher etwas lockerer daher kommt. Das war aber nicht immer so. Die Serenade beispielsweise war etwa zu Zeiten Mozarts reine Unterhaltungsmusik. Man spielte sie im Freien, als eine Art Ständchen während einer Party, die ein reicher Mann in seinem Garten veranstaltete. Die Musik lief quasi im Hintergrund ab – während sich die Gäste unterhielten oder sich den teuren Speisen und Getränken widmeten. Aber was heißt Serenade denn nun? Die meisten musikalischen Begriffe stammen aus der italienischen Sprache. So auch „Serenade“. Das italienische Wort „sera“ bedeutet „Abend“, „sereno“ „heiter“, „al sereno“ heißt „unter freiem Himmel“. Eine „serenata“ ist ein leichtes abendliches Ständchen mit Gesang, Instrumenten oder beidem – wie am Samstagabend in Schifferstadt. Als Abendständchen unter freiem Himmel gespielt wurden, waren für die Serenade Blasinstrumente wie Oboe, Fagott oder Klarinette wichtig. Bei späteren Serenaden, die dann auch im Konzertsaal zu hören waren, überwogen die Streichinstrumente. (pom/hjm)