Rhein-Pfalz Kreis
Warum Maximilian Schleifer lieber in seiner Wohlfühloase bleibt
Der 15 Jahre alte Maximilian Schleifer ist ein talentierter Tischtennisspieler. Er ist offenbar so gut, dass er schon Angebote von allerhand Vereinen bekommen hat. „Es gab schon Angebote von der TSG Kaiserslautern, Mutterstadt, Dannstadt und Oppau“, erzählt seine Mutter Petra Behrens. Doch sie riet ihrem Sohn von einen Wechsel ab und bestärkte ihn vielmehr, lieber in seiner Wohlfühloase in Birkenheide zu bleiben.
Birkenheide ist schon der nächste Schritt in der noch jungen Laufbahn von Maximilian Schleifer. Mit sieben Jahren fing er beim TuS Wachenheim mit der schnellen Rückschlagsportart an. Im Sommer 2016 kam dann der Wechsel zum ASV Birkenheide. „Das Trainerteam ist nach Birkenheide gewechselt, und Maximilian wollte bei ihnen bleiben“, erklärt Behrens den Wechsel. Seit seinem ersten Schlag an einer Platte wird der Realschüler aus Niederkirchen von Jürgen Griesshaber und Sascha Peukert betreut. Schon in Wachenheim sammelte er erstmalig im Schülerteam Erfahrung. Etwas ungewöhnlich spielt der Jugendspieler mit einem schwer zu kontrollierenden Langnoppenbelag auf der Rückhandseite, den er im Abwehrspiel nutzt, um dann mit seiner Vorhand zu punkten.
Drei Titel in 2018
Der unorthodoxe Belag zahlte sich aus. 2018 gewann der Spitzenspieler der ASV-Jugend das erste Mal die Bezirksrangliste und die Bezirkseinzelmeisterschaft. Mit dem Jugendteam holte er als Spitzenspieler in der abgelaufenen Saison den Titel in der Bezirksliga – was auch die Teilnahme an den Pfalzmannschaftsmeisterschaften bedeutete. Dort allerdings war das Niveau dann doch noch etwas zu hoch. In den Herren-Teams wurde Schleifer bisher noch nicht eingesetzt. „Er soll sich erstmal auf die Schule konzentrieren. Im kommenden Jahr kann er dann auch bei den Herren mitspielen“, erklärt Behrens die Beweggründe. „Ich will mal in der Herren-Bezirksliga spielen“, gibt Schleifer jedoch gleich ein Ziel für die Zukunft an.
Das will er jedoch mit seinem Vereinstraining erreichen. Die Einheiten im Verein zieht er dem Stützpunkttraining des Pfälzischen Tischtennisverbandes vor. „Max’ Leben ist Tischtennis“, sagt Behrens. Deshalb steht im familieneigenen Keller auch eine Tischtennisplatte. An den trainingsfreien Tagen sei er dort oftmals zu finden. Doch bei den Spielen ist das ASV-Talent dann eher ruhig. Laut Mutter Behrens ist ihr Sohn dann in seiner eigenen Welt und lauscht intensiv den Anweisungen der Trainer. Die bisherige Entwicklung Schleifers lässt einiges zu. Auch der Sprung in die Pfalzligen ist denkbar.
Mutter ist das Taxi
Denn Schleifer ist ehrgeizig. „Er geht mit dem Kopf unterm Arm zum Training“, sagt Behrens, Mutter von zwei Töchtern und einem Sohn, lachend. Sie begleitet ihn regelmäßig zu den Turnieren. Und das werden immer mehr. Denn Schleifer wird immer besser und will sich immer öfters mit anderen Spielern messen.
Dabei kam er eher zufällig zum Tischtennis. Nach einem kurzen Stelldichein beim Fußball sagte er des Deutschen liebster Sportart schnell ade. „Meine Schwester Celina war beim Leichtathletik in Wachenheim. Nebenan in der Halle trainieren die Tischtennisspieler“, erklärt Schleifer, wie er zu seiner Lieblingssportart kam. Für diese lässt er vieles stehen und liegen.