Mutterstadt Waldaktion: Mit Spaten und Becherlupe

 Mehr Bäume: Die Viertklässler mit den Förstern Volker Westermann (links) und Georg Spang bei der Arbeit.
Mehr Bäume: Die Viertklässler mit den Förstern Volker Westermann (links) und Georg Spang bei der Arbeit.

110 Bäume haben Viertklässler im Mutterstadter Wald gepflanzt. Eine Aktion des Forstamts Pfälzer Rheinauen, die vielen guttut. Den Kindern selbst. Dem Wald. Dem Klima. Und Menschen in Peru. Menschen in Peru ? Wie das?

Vorgeworfen wurde es Förster Volker Westermann tatsächlich schon. Was das Forstamt da treibe, sei Kinderarbeit. Der Bildungsförster sieht’s sportlich, die Kinder auch. Sie gehen bei der Pflanzaktion voll auf. „Kinder und Bäume, das ist einfach eine klasse Sache“, sagt Westermann. Er freut sich über die Begeisterungsfähigkeit der Viertklässler, die hier im Mutterstadter Wald am Werk sind. Sie pflanzen auf einer Fläche, auf der durch die trockenen Sommer viele Bäume abgestorben sind, Hainbuchen und Esskastanien. Und dafür bekommen sie tatsächlich Geld. Von der Gemeinde Mutterstadt. Das Geld spenden sie. Nach Peru.

Für den Erhalt des Regenwaldes

Neben den Mutterstadter Kindern haben schon einige andere in diesem Frühjahr zur Schaufel gegriffen. Und auch die Jahre davor haben Schüler im Wald angepackt. Seit dem internationalen Jahr der Wälder im Jahr 2011 organisiert die Rucksackschule des Forstamts diese Pflanzaktionen. „Die Kinder lernen dabei etwas über die Bedeutung des Waldes für unsere Umwelt und insbesondere für den Klimaschutz“, sagt Westermann. Und sie bekämen die Möglichkeit geboten, sich aktiv für die Probleme der Menschen in der Dritten Welt einzusetzen. Das Geld, dass sie sich beim Bäumepflanzen „verdienen“, fließt nämlich nicht in die Klassenkasse. „Sondern wird an die Partnergemeinde des Forstamts in Peru gespendet, damit dort, in Kimiriki, ein Vorzeigeprojekt zum Erhalt des tropischen Regenwaldes am Leben erhalten wird“, erklärt der Förster. Sein Kollege, Revierförster Georg Spang, hat dort gelebt und den Einheimischen Wege zu einer nachhaltigen, ökologischen Waldwirtschaft gezeigt.

In Hängematten chillen oder mit Becherlupen auf Kleintiersafari gehen – die Kinder wurden für ihren Einsatz belohnt. „Unsere Waldpädagogin Barabara Vogel war mit draußen und hat den Kindern auf ihre Weise Wald nahegebracht. Insgesamt war es mal wieder ein toller Tag“, sagt Westermann.

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