Rhein-Pfalz Kreis Vorfreude auf die neue Ortsmitte
. „Sieht gut aus.“ Diesen Kommentar hören Bürgermeister Hans-Dieter Schneider und Werner Klein, Leiter der Bauverwaltung, ein paarmal beim Baustellenrundgang gestern Nachmittag im Mutterstadter Ortszentrum. Einige Bürger laufen auf der Großbaustelle umher. Manche steuern Geschäfte an, andere wollen einfach schauen, was die Bauarbeiten so machen. „Stellenweise hätten wir Tribünen aufbauen können“, sagt Klein augenzwinkernd. Für Schneider ist die Resonanz der Bürger ein Beleg: „Sie freuen sich aufs neue Zentrum.“ Schon seit längerer Zeit sei just die Mitte von Mutterstadt „der unattraktivste Teil der Gemeinde“ gewesen, räumt Schneider ein. Deshalb seien alle froh, dass das Projekt jetzt läuft und im Jubiläumsjahr abgeschlossen wird. 3,5 Millionen Euro kostet der Umbau von Oggersheimer, Neustadter, Speyerer und Ludwigshafener Straße insgesamt. Für 500.000 Euro werden die Fahrbahnen erneuert. „Den Straßenausbau zahlt das Land, weil es Landesstraßen sind“, sagt Schneider. Der restliche Block für die Gestaltung der Plätze und Wege bleibe an der Gemeinde hängen, wobei sie auch hier 500.000 Euro vom Land als Zuschuss bekommt. Seit April wird gebuddelt. Mit dem Verlauf der Arbeiten sind Schneider und Klein zufrieden. Es habe kaum Beschwerden gegeben. „Die Rückmeldungen sind zu 95 Prozent positiv“, betont Schneider. Die Umleitungsstrecken hätten sich auch bewährt. „Allerdings haben ein paar die Sperrschilder ignoriert und sind in der Baustelle gelandet“, sagt Klein. Schneider hat Mitgefühl mit den Anwohnern: „Für die Seitenstraßen war schon eine Mehrbelastung da.“ Auch für die Geschäfte sei die Zeit mit der Großbaustelle nicht einfach gewesen. Daher ist er froh, dass drei Bauabschnitte so gut wie fertig sind. Zwar fehlt der Straßenbelag noch, dennoch kann ab morgen der zentrale Kreuzungsbereich Oggersheimer/Neustadter/Speyerer Straße sowie ein Teil der Ludwigshafener Straße von Anliegern wieder befahren werden. „Aber nur mit Tempo zehn, weil der Straßenbelag ja noch fehlt“, so Schneider. Dieser wird im Frühjahr aufgebracht. „Dann muss noch mal für drei Tage gesperrt werden“, erklärt Klein. Was bereits jetzt auffällt: Das Mutterstadter Ortszentrum bekommt ein sehr helles Gesamtbild. Dafür sorgen die Granitsteine, die die Flächen dominieren. An mehreren Stellen finden die Besucher Sitzbänke. „Wir wollen, dass sich unsere Bürger im Zentrum auch draußen aufhalten“, sagt Schneider. An den großen Kreuzungen sind Überquerungshilfen angelegt worden – alle behindertengerecht. Kaum wiederzuerkennen ist die Kreuzung Speyerer/Neustadter/Ludwigshafener Straße. Zwei Häuser hatten die Ecke zu einer Engstelle gemacht. Sie wurden abgerissen. Jetzt ist die Kreuzung sehr luftig. Das brachliegende Grundstück soll später wieder bebaut werden. Schneider ist stolz auf die Umgestaltung der einzelnen Abschnitte. Es wird für viele Sitzgelegenheiten gesorgt, außerdem werden entlang der sanierten Bereiche 44 Bäume gepflanzt. „Vorher hatten wir im Ortszentrum keine Bäume“, sagt Schneider. Auch den Parkplatz in der Oggersheimer Straße vor der Sparkasse lobt er. „Hier haben wir eine neue Ausfahrt gebaut, sodass das Parken künftig großzügiger möglich ist.“ Wenn mit der Kerwe im nächsten Sommer das aktuelle Großprojekt abgeschlossen ist, werden die Mutterstadter aber nur kurz durchatmen. „2018 wollen wir den Platz vor der Neuen Pforte umgestalten“, kündigt der Bürgermeister an. Auch hier soll alles in Granit-Optik gebaut werden. Und wenn das erledigt ist, möchte der Bürgermeister gerne die gesamte Ludwigshafener Straße bis zum Ortsausgang Richtung Maudach neu- und ausbauen. „Das ist aber frühestens 2019 der Fall, weil erst ab dann wieder Landesmittel für uns zur Verfügung stehen können“, sagt Klein.