Blickpunkt„Von Work-Life-Balance weit entfernt“: Interview zur Lage der Landwirtschaft
Salat so weit das Auge reicht, doch lohnt sich der Anbau noch? Ist intensive Landwirtschaft gewollt? Fragen, die sich Landwirte stellen müssen.
Es herrscht Hochsaison bei Pfälzer Landwirten. Jetzt im Hochsommer ist fast jedes Gemüse zu haben. Doch zu welchem Preis? „Die Verbraucher zahlen genug“, sagt die Pfalzmarktführung im RHEINPFALZ-Gespräch. Aber verdienen die Landwirte ausreichend? Im Interview geht es um den Wunsch nach fairem Handel und Anerkennung. Es geht um Stress auf dem Feldweg, die Hitze und hier unbekannte Schmorgurken.
Herr Friedrich, was ist Ihr Lieblingssommergemüse? Schmorgurken. Die sind so gut!
Was sind Schmorgurken? Die werden nur im Osten angebaut. Hauptanbaugebiet ist der Spreewald. Man kennt sie in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Thüringen und Brandenburg. Sie sehen ein bisschen wie Gewürzgurken aus, nur sind sie größer und dicker. Sie werden gekocht. Dazu gibt es weiße Soße, Hackbällchen und Kartoffeln. Das ist richtig lecker.
Herr Oerther, was mögen Sie am liebsten? Ich mag es im Sommer frisch und knackig. Am liebsten Salate in allen Variationen und mit unterschiedlichen Dressings.
Und Sie Herr Deyerling, was mögen Sie? Ehrlich gesagt, mag ich am liebsten Spargel. Da ist leider die Saison vorbei. Jetzt esse ich Möhren und Radieschen. Auch gerne als Rohkost.
Im RHEINPFALZ-Interview: Die Pfalzmarktvorstände Reinhard Oerther (Vertrieb, links) und Hans-Jörg Friedrich (Verwaltung, rechts). In der Mitte steht Landwirt und Aufsichtsratsvorsitzender Christian Deyerling.
Hochsommer gleich Hochsaison beim Pfalzmarkt? Oerther: So sieht es aus. Jetzt ist quasi alles da. Bis auf Spargel und Erdbeeren, ihre Zeit ist für dieses Jahr vorbei.
Was ist derzeit das meist verkaufte Produkt? Oerther:Lauchzwiebeln gefolgt von Radieschen.
Wieso werden eigentlich so viele Lauchzwiebeln gekauft? Friedrich: Sie sind vielfältig einsetzbar. Im Salat. Bei Schmorgerichten. Im Wok. Viele greifen lieber zu Lauchzwiebeln, weil sie verträglicher sind als normale Zwiebeln. Auch was den Blähgrad anbelangt.
Deyerling: Und sie lassen sich bei uns eben einfach gut kultivieren. Wir in der Pfalz haben die richtigen Böden, das richtige Klima und genug Wasser.
Was für einen Boden mag denn die Lauchzwiebel? Deyerling: Sandigen Lehmboden.
Bundzwiebeln sind beim Pfalzmarkt der Verkaufsschlager.
Pfälzer Produkte sind dann in den Supermärkten zu finden, wenn Spanien nicht liefern kann. Kann man das so sagen? Oerther: Das ist zu pauschal. Man könnte grob sagen, dass man spanisches Gemüse im Winter in den Gemüseregalen findet. Bis etwa März. Dann sind deutsche Produkte dran.
Dann gäbe es aber nicht die von Landwirten beklagte Konkurrenzsituation. Oerther: Das liegt zum einen daran, dass die Übergänge gerade im Frühjahr fließend sind. Da findet man zum Beispiel noch ägyptische Kartoffeln, obwohl es bereits Pfälzer Ware gibt. Zum anderen fährt der Lebensmitteleinzelhandel zweigleisig. Mit ausländischer Ware wird die Produktpalette aufgefüllt, damit immer alles da ist.
Billig vor Herkunft und Frische, das ist doch die eigentliche Einkaufspolitik des Lebensmitteleinzelhandels ... Oerther: Ich würde es so ausdrücken: Es geht um Verfügbarkeiten. Wie ich eben gesagt habe: Es soll immer alles da sein. Es darf in den Regalen nichts fehlen.
Weil es der Verbraucher so will? Friedrich: Ja, weil wir gewohnt sind, das ganze Jahr über immer alles zu kriegen. Den Anspruch will jede Handelskette bedienen. Keine Ahnung, ob der Verbraucher es lernen könnte und wollte, saisonaler zu denken. Oder auch mal auf etwas zu verzichten.
Was kommt in die Supermarktregale und nach was greift der Kunde? Landwirte werben für mehr Regionalität.
Wann weiß ein Landwirt eigentlich, dass ihm das, was er anbaut, auch abgenommen wird, dass seine Arbeit honoriert wird, er daran verdient? Deyerling: Das ist eine gute Frage. Eigentlich wissen wir Landwirte es nicht, bis der Salat, die Gurke oder das Radieschen erntereif ist. Es gibt keine Verträge. Es wird sehr kurzfristig bestellt, das heißt: Der größte Teil der Ware wird erst direkt vor der Ernte verkauft. Die Frage ist dann, zu welchem Preis. Bei Zucchini oder Blumenkohl kann es schon mal sein, dass wir bei einer Schwemme darauf sitzen bleiben. Wir Landwirte versuchen deshalb zu entzerren und bauen unser Gemüse in Etappen an.
Oerther: Schwierig, was Preise und Abnahmen betrifft, ist es immer dann, wenn noch Auslandsware verfügbar ist.
Deyerling. Notfalls müssen wir mit dem Preis nachlassen, um auf dem Markt Fuß zu fassen. Leider.
Wenn man die Zahlen verfolgt: Es sind weniger Erzeuger geworden, die an den Pfalzmarkt liefern. Und es werden noch weniger werden. Viele Betriebe sind ohne Nachfolger. Was ist da los in der Branche? Deyerling: Puh. Wo fange ich da an? Zum einen sind es die Voraussetzungen, die die Politik schafft, die uns die Arbeit erschweren. Sie glauben gar nicht, wie viel Bürokratie inzwischen anfällt. Betriebsleiter sind heute Manager, man findet sie kaum noch auf dem Feld bei ihrer eigentlichen Arbeit. Die ganze Dokumentierpflicht. Das Zertifizieren und Qualitätssichern. Die Latte in Deutschland hängt hoch. Das mag in Teilen richtig sein. Aber es kostet Zeit. Zeit kostet Geld. Die Mitbewerber im Ausland haben diese Auflagen so nicht.
Friedrich: Ein Landwirt hat keinen Acht-Stunden-Job. Landwirt ist man sieben Tage die Woche, 24 Stunden lang.
Deyerling: Richtig. Aber alle reden heute von einer Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance. Davon sind wir weit entfernt. Ohne vollen Einsatz darf man als Landwirt gar nicht erst anfangen. Dazu kommen die bereits erwähnten Unwägbarkeiten, wie die Saison läuft und ob wir gute Preise für unsere Waren erzielen. Da überlegen sich junge Leute schon, ob sie in einer solchen Branche anfangen wollen.
Ach kommen Sie! Große Höfe, fette Landmaschinen, dickes Auto: Gerne sagt man doch, dass Bauern immer etwas zu nörgeln haben und auf hohem Niveau jammern ... Deyerling: (lacht). Ein schönes Vorurteil, gell?! Aber nur weil man als Landwirt ein geländegängiges Auto fährt und eine große Erntemaschine besitzt oder least, heißt das ja nicht, dass man Geld wie Heu hat. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Landwirte in neue Technik investieren. Wer nicht mitmacht, wird abgehängt.
Oerther: Nicht die Landwirte nörgeln, sondern einige Leute, die sich durch Landwirtschaft gestört fühlen.
Wie meinen Sie das? Oerther: Es gibt Menschen, die beschweren sich über Schmutz, Wasser und Traktoren auf den Wirtschaftswegen. Sie drohen den Bauern. Dabei sind die Wirtschaftswege für die Landwirte gebaut worden und nicht zum Radfahren oder um den Hund Gassi zu führen.
Deyerling: Ja, das stimmt leider. Das Geschimpfe ist groß, was Staub, Dreck und Lärm anbelangt. Aber jeder will sein Brot haben, sein Gemüse, sein Obst. Aber das, was jeder will und braucht, muss produziert werden.
Oerther: Die Wirtschaftswege wurden gebaut, um die Landwirtschaft von den Straßen zu holen. Gucken Sie sich den Pfalzmarktweg an. Etwas Vergleichbares finden Sie in ganz Deutschland nicht.
Aufregerthema: Dreck auf Wirtschaftswegen.
Ich mache mal weiter mit Beschwerden und Vorurteilen: Den Bauern geht’s so gut, die können sogar die Karotten auf dem Acker vergammeln lassen. Regelmäßig schreiben uns Leser und ärgern sich über Gemüse, das auf den Feldern vergammelt. Erklären Sie mal, warum das passiert. Oerther: Ja, das passiert, das man solche Felder sieht. Aber selten. Das kommt bei Warenüberschuss vor.
Deyerling: Also dann, wenn wir eine Schwemme haben. Etwa, weil es heiß war und zu viele Zucchini gleichzeitig reif wurden.
Friedrich: Aber auch die Norm spielt eine Rolle. Wenn ein Gemüse nicht der Norm entspricht, nimmt es der Lebensmitteleinzelhandel nicht.
Also wenn die Gurke zu krumm ist? Friedrich: Ja, das ist ein Beispiel.
Könnte man solche Normen nicht abschaffen? Friedrich: Das sind EU-Normen. Daran etwas zu ändern, dauert Jahre. Da bräuchten wir schon eine Unterversorgung, bis etwas passiert. Es gibt ja Versuche, das zu verkaufen, was B-Ware ist – als Sonderangebot. Doch dafür bleibt dann erstklassige Ware oft liegen. Für den Landwirt ist das schlecht, denn sein Einsatz, sprich: was er investiert hat, ist ja der gleiche.
Wir leben im Gemüsegarten Deutschlands. Noch. Was passiert, wenn immer mehr Landwirte aufgeben? Was bedeutet das für die Versorgung an Frischeprodukten? Deyerling: Wenn mehr aufhören, werden die größer, die weiter machen. Es wird nicht passieren, dass Ackerfläche unbestellt bleibt. Allerdings werden sich große Betriebe immer weiter auf bestimmte Kulturen spezialisieren.
Friedrich: Kleine Betriebe bauen mehr Vielfalt an. Sie können auch Feingemüse wie Schnittlauch und Petersilie anbieten.
Also sind die kleinen Betriebe wichtig? Friedrich: Absolut, deshalb versuchen wir, sie zu halten.
Deyerling: Sie zu unterstützen ist als Genossenschaft unsere Aufgabe.
Oerther: Auf die Breite an Produkten, die wir als Pfalzmarkt anbieten können, sind wir schließlich stolz.
Was muss sich ändern, damit es jungen Menschen attraktiv erscheint, in der Landwirtschaft zu arbeiten, einen Betrieb zu übernehmen? Deyerling: Wir brauchen mehr Wertschätzung aus der Bevölkerung. Das fängt schon in der Schule an, das Kinder von Landwirten negativ beeinflusst werden. Ihre Eltern sind es, die Lärm und Dreck machen. Die auf dem Acker stehen. Die Eltern anderer Kinder sind etwa IT-Manager oder Banker, sie haben saubere Berufe.
Friedrich: Landwirte sind vermeintlich an allem schuld. Am Wassermangel. An verseuchtem Grundwasser. An umgekippten Seen. Am Bienensterben. Sie werden an den Pranger gestellt. Und wer will schon an den Pranger gestellt werden?
Diskussionen ums Düngen werden immer noch scharf geführt? Friedrich: Absolut. Dabei geht es um Pflanzengesundheit. Wir Menschen nehmen doch auch Tabletten, um gesund zu werden oder zu bleiben. Pflanzen brauchen genauso Unterstützung. Das passiert heutzutage gezielt. Kein Landwirt braust über den Acker und versprüht willenlos Pflanzenschutzmittel. Dafür kostet es zu viel. Außerdem sind Landwirte nicht automatisch Umweltfrevler. Im Gegenteil: Sie leben mit der Natur.
Diskussionen um Pflanzenschutzmittel werden immer noch scharf geführt.
Die angesprochene Planungsunsicherheit, das Risiko, das Landwirte jedes Jahr eingehen, sind sicher auch ein Grund für die Nachfolgegeneration, sich einen Job außerhalb der Landwirtschaft zu suchen. Wäre Vertragsanbau eine Lösung oder zumindest verbindlichere Absprachen? Oerther: Mit festen Verträgen ist das in der Landwirtschaft so eine Sache. Denn die Arbeit findet unter freiem Himmel statt. Was, wenn ein plötzlicher Kältereinbruch im Frühjahr es nicht möglich macht, die vereinbarte Menge an Bundzwiebeln oder Spargel zu liefern? Wer zahlt die Strafe?
Deyerling: Das ist in der Tat ein Problem. Mehr Planungssicherheit wäre trotzdem schön, zu wissen, dass unsere Produkte zu einem vernünftigen Preis verkauft werden. Zurzeit ist es eine Art Roulette. Im Herbst macht jeder Betrieb seine Planung fürs kommende Jahr. Er bestellt Pflanzen und Saatgut und bezahlt es im Voraus. Er kauft Dünger. Er investiert in Maschinen und Sprit. Er hat jede Menge Arbeit und Ausgaben und bangt, dass keine Wetterkapriolen dazwischenkommen. Doch erst, wenn das Produkt geerntet werden kann, zeigt sich, ob es gut verkauft wird und er daran verdient. Im schlechtesten Fall kriegt er sein Gemüse nicht an den Mann. Im Prinzip könnte man auch nach Las Vegas fliegen und den Einsatz auf den Spieltisch werfen. Ich finde, wer so viel Risiko hat, sollte ausreichend verdienen.
Ist Gemüse noch zu billig? Deyerling: Nein, das meine ich gar nicht. Der Verbraucherpreis ist in Ordnung. Aber das, was insgesamt an Kartoffeln, Karotten und Co. verdient wird, müsste besser verteilt werden. Wir Erzeuger sitzen in dieser Kette am kürzeren Hebel.
Friedrich: Fair Trade für alle – das sollte nicht nur für Bananen aus Peru, sondern auch heimische Produkte gelten. Die Politik muss darauf achten, dass unsere Landwirte konkurrenzfähig bleiben, anstatt weiter darüber nachzudenken den Mindestlohn anzuheben. Oder man muss ihn von der Landwirtschaft abkoppeln. Dass der Deutsche in diesem Land mit höhren Kosten zu kämpfen hat und deshalb mehr Geld braucht, ist richtig. Aber die Saisonkräfte fahren nach zwei Monaten wieder nach Hause. Ich höre jetzt die ersten ob meiner Worte aufschreien. Aber ein Landwirt hat gerade ein gutes Beispiel gegeben: In Marokko bekommt ein Helfer, der Himbeeren pflückt, vier Euro. In Deutschland bekommt er zwölf Euro. Für den Handel ergibt sich daraus ein Riesenpreisvorteil – trotz der weiteren Transportkosten.
Können Verbraucher etwas tun, um heimischen Gemüseanbau zu fördern? Deyerling: Regionale Ware kaufen und gerne beim Supermarkt nachfragen, was los ist, wenn man keine Pfälzer Produkte in den Regalen findet, obwohl es die gerade geben müsste.
Friedrich: Eine gewisse Konsequenz an den Tag legen und die Kartoffeln aus Ägypten liegen lassen.
Deyerling: Das Problem ist, dass viele Leute gestresst eine Einkaufsliste abhaken und keine Zeit haben, spontan über ein anderes Abendessen nachzudenken oder noch in einen anderen Laden zu fahren.
Friedrich: Das ist schade, denn wer regional und saisonal einkauft, hat nicht nur frische Erzeugnisse auf dem Tisch, sondern tut auch etwas für die CO
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-Bilanz, weil das Gemüse nicht um die halbe Welt gereist ist.
Der Schreiber einer E-Mail an die Redaktion behauptet, an kein frisches Gemüse zu kommen, weil Landwirte alles in großen Gebinden an den Pfalzmarkt verkaufen. Ihm bleibe nur der Weg in den Supermarkt ...?! Deyerling: Das ist Quatsch. Viele Betriebe haben einen Hofladen.
Oerther: Oder einen Marktstand.
Was glauben Sie, wie Landwirtschaft in zehn Jahren aussieht? Friedrich: Kommt jetzt drauf an, ob sie als Pessimist oder Optimist in die Zukunft schauen. Wasser wird eine große Rolle spielen. Spanien hat dann zuerst Probleme. Und wenn erst mal der Rhein ein Rinnsal ist ...
Deyerling: ... stecken wir in ganz anderen Schwierigkeiten. Aber ich denke, in zehn Jahren haben wir noch Wasser. Die Struktur der Betriebe wird sich ändern, da bin ich sicher. Sie werden, wie gesagt, größer. Je nach Erntehelfersituation könnte es sein, dass wir auf weniger arbeitsintensive Kulturen umsteigen, dadurch leidet die Vielfalt.
Das Thema Wasser wird in der Landwirtschaft der Zukunft eine Rolle spielen.
Erntehelfersituation? Deyerling: Vielleicht können wir uns Hilfskräfte nicht mehr leisten. Oder aber sie kommen gar nicht mehr. Das kann ja auch sein. Erst haben uns Polen unterstützt, sie haben jetzt Arbeit in ihrem Land. Das könnte mit den Menschen aus Rumänien ebenfalls passieren.
Welche Rolle werden neue Technologien spielen? Deyerling: Gerade ist einiges in der Entwicklung, zum Beispiel Robotertechnik. Mal sehen, wobei uns Maschinen in zehn Jahren unterstützen können. Schon heute setzen wir alles ein, was wir haben. Viele Maschinen arbeiten etwa mit GPS und damit mit großer Präzision.
Wie wird der Klimawandel den Gemüseanbau beeinflussen? Oerther: Hitze könnte ein Problem werden. Bei 38 Grad wächst nichts mehr. Da sind Pflanzen gestresst wie wir Menschen auch. Möglicherweise muss man andere Dinge anbauen.
Deyerling: Wassermelonen etwa. Jetzt schon wird vieles ausprobiert.
Um mal ein näheres Ziel ins Auge zu fassen: Was würden Sie am Ende dieser Saison bei einer Bilanzpressekonferenz gerne sagen können? Oerther: Dass es uns gelungen ist, die Preise für Pfälzer Ware deutlich anzuheben, denn ohne Verdienst kann ein Landwirt nicht leben. Gut ist, dass der Handel gerade umdenkt und merkt, wie wichtig deutscher Anbau ist.
Friedrich: Nicht zuletzt wegen der Krise in Spanien.
Oerther: Das Verhältnis wird partnerschaftlicher. Ein gutes Zeichen.
Herr Friedrich, ich muss noch mal auf die Schmorgurke zurückkommen? Wann wird die reif? Diese oder nächste Woche. Ich warte schon ganz sehnsüchtig.
Und woher bekommen Sie die? Von einem Betrieb aus Thüringen.
Ein Skandal! Deyerling: (lacht). Ja, irgendwie schon. Wir müssten regional einen Betrieb finden, der die Schmorgurke für unseren Pfalzmarktvorstand kultiviert.