Rhein-Pfalz Kreis Von Hol- und Bringverkehr frustriert

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Den Laumersheimer Gemeinderat beschäftigt die Frage, ob er einen potenziellen Bauplatz zum Parkplatz machen soll, um die Verkehrssituation in der Schulstraße zu entschärfen. Die Fraktionen von FWG und CDU haben das Mitte Februar beantragt, denn der Frust über Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Kita bringen und die kleine Sackgasse verstopfen, war groß. Am Mittwoch soll eine Entscheidung fallen.

Auch wenn viele der Lehrer, Erzieherinnen und Schüler zu Fuß oder mit dem Bus pendeln oder in umliegenden Straßen parken: Es bleiben offenbar immer noch genügend Autos, die morgens, mittags oder nachmittags direkt vor die Laumersheimer Schule fahren. Hinter ihr liegt die Kindertagesstätte Grashüpfer. Seitdem sie im vergangenen Jahr baulich erweitert wurde und nun 85 Kinder betreut, können Besucher sie nur noch über den Schulhof erreichen. Entsprechend lebhaft geht es zu den üblichen Stoßzeiten mitunter in der Schulstraße zu, und besonders Eltern mit kleinen Kindern suchen Berichten zufolge den kürzesten Fußweg zwischen Auto und Kita. Und das kann schon mal heißen, dass verboten geparkt oder gar bis auf den Schulhof gefahren wird (wir berichteten am 9. Januar). So in etwa haben es Mitglieder des Laumersheimer Gemeinderats in dessen Sitzung am 17. Februar geschildert. Mario Zelt (FWG) sprach von teilweise „chaotischen Zuständen“ und prangerte an, dass das Land die Kommunen zum Ausbau der Kindergärten nötige, sie bei den Auswirkungen auf den Verkehr jedoch im Stich lasse. Renate Meindl (SPD) beklagte, dass niemand mehr zu Fuß laufen wolle, und Bürgermeister Thomas Diehl (SPD) entschuldigte sich vorab für die zynische Bemerkung, man hätte an der Kita eine Kinderklappe einbauen sollen, damit Eltern ihre Sprösslinge direkt aus dem Wagen heraus abliefern könnten. Sven Birgmeier (CDU) sah es in der Ratssitzung nüchtern: So sei nun mal die heutige Zeit, also müsse die Politik dafür eine Lösung finden. Diese Lösung soll auf Vorschlag von FWG und CDU die Umwandlung des vor einigen Jahren zum Bauplatz erklärten Grundstücks neben der Schule bringen. Es gehört der Gemeinde, ist 675 Quadratmeter groß und könnte etwa 20 Stellplätze bieten. Wenn der Platz hauptsächlich für Schul- und Kindergartenpersonal vorgehalten würde, so die Überlegung, würden an anderen Stellen im Ort, zum Beispiel in der Großkarlbacher Straße und auf dem jetzigen Mitarbeiterparkplatz in der Schulstraße, Stellflächen frei, die von Eltern genutzt werden könnten. Dazu durchringen konnte sich der Gemeinderat im Februar aber noch nicht, denn laut Bürgermeister Diehl gibt es einen Interessenten für den Bauplatz. Mit dem Verkaufserlös von 115.000 Euro könnte die Gemeinde Schulden abbauen. Einen Parkplatz zu bauen, würde den Verlust dieser Einnahme und Baukosten bedeuten, die Diehl grob auf 70.000 Euro schätzt. Der Rat einigte sich deshalb bei einer Gegenstimme darauf, noch etwas abzuwarten. Inzwischen ist laut Bürgermeister deutlich geworden, dass es der potenzielle Grundstückskäufer wirklich ernst meint. Er habe das Grundstück schon überplant und eine Bauvoranfrage gestellt. In der Sitzung am Mittwoch stellt sich die Frage, ob FWG und CDU ihren Antrag zurückziehen und lieber dem Grundstücksverkauf zustimmen. Thomas Diehl ist derzeit zuversichtlich, dass andernorts, in relativer Nähe zur Schule, ein Parkplatz möglich wird. „In das Bebauungsplanvorhaben Hornungsfleck kommt im Frühjahr Bewegung“, kündigt Diehl an, weil jetzt alle offenen Fragen mit Planern und Behörden geklärt seien. Das könnte bedeuten, dass sich ein Grundstückseigentümer entschließt, seine Fläche an der Zufahrt von der Großkarlbacher Straße zum Hornungsfleck zur Verfügung zu stellen. Unterdessen appelliert die Leiterin der Kita Grashüpfer an die Eltern, doch bitte in der Großkarlbacher Straße zu parken, wenn sie ihre Kinder abgeben oder abholen wollen. „Ich habe die Eltern darüber informiert, dass das Ordnungsamt in der Schulstraße kontrolliert“, sagt Gabriele Heiser. Der Bürgermeister bestätigt, dass dies geschieht und etliche Falschparker schon Knöllchen bekommen haben. Heiser und Diehl meinen, dass sich seitdem die Verkehrslage dort entspannt hat. (ww) Termin Öffentliche Sitzung des Gemeinderats Laumersheim am Mittwoch, 6. April, 20 Uhr, im Rathaus. Ein weiteres Thema ist die Wärmedämmung am alten Teil der Kindertagesstätte. Sie könnte laut Verwaltung mit einem 90-prozentigen Landeszuschuss verwirklicht werden, wenn die Gemeinde einen Eigenanteil von circa 17.000 Euro übernimmt.

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