Dudenhofen Vom Döner- zum Grillhaus: „Grün macht Appetit“
Fast neun Jahre lang hat die Familie von Salman Dinckurt mit ihrem „Dudenhofener Döner & Pizza Haus“ in der Neustadter Straße die Bewohner des Spargeldorfs mit türkischen und italienischen Gerichten versorgt. Sein Vater habe damals noch hauptberuflich auf der Mülldeponie in Bruchsal gearbeitet und den Döner-Imbiss in Dudenhofen nebenher betrieben, erzählt Dinckurt. „Wir waren uns am Anfang nicht sicher, ob es läuft“, erinnert er sich. „Mein Vater hat deshalb nach seiner normalen Arbeit nachmittags in Dudenhofen weitergearbeitet. Oft hat er nur sechs Stunden Schlaf gekriegt.“ Doch auch wenn nicht jeder Dudenhofener gleich von dem neuen gastronomischen Angebot begeistert gewesen sei – nach einiger Zeit lief das Geschäft so gut, dass die Familie davon leben kann. Salman Dinckurt stieg nach seiner Ausbildung zum Speditionskaufmann und kurzzeitiger Tätigkeit in dem Beruf auch voll im elterlichen Betrieb ein. „Das Lächeln der Kunden“ gefalle ihm an seiner jetzigen Tätigkeit am besten, sagt er.
Den Umzug von den direkt angrenzenden Räumen in die ehemalige Metzgerei, der vor ein paar Tagen über die Bühne ging, begründet er vor allem mit den Platzverhältnissen. „Mit fünf Leuten war der Laden schon voll“, sagt der 29-Jährige. „Manchmal hat man auch Gespräche mitbekommen, die man nicht mitbekommen sollte“, meint er augenzwinkernd. Kunden hätten ihn auch immer wieder darauf angesprochen, dass sie mehr Sitzgelegenheiten gut fänden. Die gibt es nun reichlich: 25 bis 30 Gäste finden in dem modern eingerichteten Gastraum Platz. Farblich dominieren braun und grün: „Grün macht Appetit“, sagt Dinckurt und lacht. Der Vermieter habe Decke und Boden erneuern lassen, er selbst habe sich mit seiner Familie um die Einrichtung gekümmert.
Auch eine Namensänderung hat es gegeben: „Dudenhofener Grillhaus“ nennt sich der Imbiss seit dem Umzug Ende Januar. Das hat auch einen Grund: „Wir haben jetzt einen Lavastein-Grill“, berichtet Dinckurt. Der zusätzliche Platz macht’s möglich. Dank diesem hat er neben Döner- und Pizza-Gerichten nun auch Burger und Fleischspieße in seine Speisekarte aufnehmen können. „Besonders die Burger sind bisher gut angekommen“, freut sich der Gastronom. Vielleicht werde er künftig noch weitere Varianten davon anbieten.
Sein Fleisch bezieht er von einem Produzenten in Saarbrücken. „Es ist schwierig, einen guten Fleischlieferanten zu finden“, erzählt der 29-Jährige. Teig für Yufka oder Lahmacun produziert die Familie selbst. Er lege großen Wert auf Frische, sagt Dinckurt, zu dessen Team neben seinen Eltern auch seine Frau und gelegentlich seine Schwester gehören. Geöffnet hat das „Dudenhofener Grillhaus“ täglich von 11 bis 22 Uhr, außer samstags. Auch einen Lieferservice bietet Dinckurt an – allerdings nur wenn es der Andrang im Laden gerade zulässt.