VG Lambsheim-Heßheim RHEINPFALZ Plus Artikel VG-Feuerwehr gründet Alters- und Ehrenabteilung

Normalerweise ist mit 67 Jahren Schluss mit aktivem Dienst bei der Feuerwehr. Unser Bild zeigt die Wehrleute in Lambsheim vor de
Normalerweise ist mit 67 Jahren Schluss mit aktivem Dienst bei der Feuerwehr. Unser Bild zeigt die Wehrleute in Lambsheim vor dem Feuerwehrhaus.

Wer nach vielen Jahrzehnten etwa im Sportverein aufhört, kennt das: Man vermisst die Freunde und die regelmäßigen Termine. Das geht auch Feuerwehrleuten so, wenn sie aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Damit sie trotzdem noch Kameradschaft erleben können, wurde in der VG-Wehr nun die Alters- und Ehrenabteilung gegründet. Und die hat schon erste Mitglieder.

Mit 67 Jahren ist Schluss bei der Feuerwehr. So war es zumindest bis vor Kurzem. Seit Freitag gibt es in der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde (VG) Lambsheim-Heßheim offiziell aber eine neue Abteilung für die, die nach jahrzehntelangem aktiven Dienst altersbedingt in den verdienten Ruhestand gehen und trotzdem dabeibleiben wollen. „Dann fällt man nicht von 100 auf Null zurück“, erklärt Heiko Weitkamp, stellvertretender Wehrleiter, im Gespräch mit der RHEINPFALZ.

Sieben Mitglieder habe die Abteilung, die Ende Februar in einer Videokonferenz ins Leben gerufen wurde, bereits: fünf aus Heßheim und je eins aus Beindersheim und Lambsheim. Sie alle mussten ein paar Formulare ausfüllen und der Abteilung so offiziell beitreten, erklärt Weitkamp. Eine Einsatzpflicht haben die Mitglieder nicht mehr, „das ist nur noch die Kür“, sagt Weitkamp, der selbst seit 2006 bei der Feuerwehr ist und die Kameradschaft dort erfahren hat. „Es kann schon sehr belastend sein, wenn so etwas nach 30, 35, 40 Jahren plötzlich aufhört“, sagt der 33-Jährige. „Bei der Feuerwehr geht man ja sprichwörtlich zusammen durchs Feuer und erlebt sehr viel zusammen, das man gemeinsam verarbeiten kann und muss, etwa bei schlimmen Verkehrsunfällen“, sagt Weitkamp.

Die Abteilung stünde zwar erst am Anfang, ein paar Ideen gibt es aber schon, wie es künftig weitergehen könnte: „Wir wollen mindestens einmal im Quartal ein Treffen machen“, sagt Weitkamp. Er könne sich etwa vorstellen, dass die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung bei aktiven Übungen anderer Wehrleute vorbeischauen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben. „Aber da will ich natürlich erstmal schauen, was die Mitglieder sich denn wünschen.“ Nach den Sommerferien könnte es, so Corona es zulässt, losgehen. Zum Beispiel mit der Frage, welche Uniform die Kameraden aus der Alters- und Ehrenabteilung künftig bei offiziellen Anlässen tragen werden.

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