Rhein-Pfalz Kreis „Vertrauen ist gewachsen“
Limburgerhof. Seit 40 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Limburgerhof und der französischen Stadt Chenôve. Ein feierlicher Festakt im Schlösschen markierte am Wochenende den Höhepunkt der Jubiläumsfeiern.
28 Gäste aus der Partnergemeinde, darunter der seit 20 Tagen amtierende Bürgermeister Thierry Falconnet und die für die Jumelage zuständige Beigeordnete Maria-Paule Cros, waren zu dieser deutsch-französischen Feier gekommen. Sie bewiesen, dass auch heute noch viel Herzblut in dieser Partnerschaft steckt. Unter den Gästen begrüßte Bürgermeister Peter Kern auch einige der Männer und Frauen der ersten Stunde, wie den 89-jährigen Ernest Drouin, der 1975 bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde der zuständige Beigeordnete der Gemeinde Chenôve war. Ihn verbindet seit vielen Jahrzehnten eine enge Freundschaft mit der Familie Hanß in Limburgerhof. Der 2009 verstorbene Helmut Hanß war gemeinsam mit Heinrich Zier, dem früheren Bürgermeister von Limburgerhof, eine der treibenden Kräfte der Partnerschaft. Heinrich Zier war es, der 1975 gemeinsam mit dem Chenôver Bürgermeister Henri Surreau die Partnerschaftsurkunde unterzeichnete, nachdem es bereits 1973 erste Treffen von Vertretern beider Ortschaften gegeben hatte, um „die Gemeinden zu vergleichen, ob sie für eine Partnerschaft geschaffen sind“, erinnert sich Ernest Drouin. Wie gut die beiden dafür geeignet sind, haben die beständigen Kontakte der vergangenen 40 Jahre gezeigt. Die waren immer sehr intensiv, haben sich aber in ihrer Qualität durchaus verändert, meinte Limburgerhofs Bürgermeister Peter Kern. Die Begegnungen haben „die Grundlagen für einen wahrhaftigen Prozess der Versöhnung geschaffen“, und es seien Verbundenheit und Vertrauen gewachsen, die Bestand und Kontinuität trotz aller Schwankungen der großen Politik gezeigt hätten: „Unsere Partnerschaft ist ein kleines Europa in dem großen, schwierigen Europa.“ Ebenso wie der Chenôver Bürgermeister betonte Kern, wie wichtig es sei, die Partnerschaft in die Zukunft weiterzutragen, um über alte Vorurteile, Grenzen und kulturelle Unterschiede hinweg die Würde des anderen zu entdecken und zu zeigen, dass eine friedliche Welt in gemeinschaftlichem Zusammenleben keine leeren Worte sind: „Vive Chenôve, vive Limburgerhof, vive la France, vive l’Allemagne, vive Europa, vive la paix.“ Zur Bekräftigung der Partnerschaft unterzeichneten die beiden Bürgermeister nach dem Anstimmen der Nationalhymnen noch einmal eine Partnerschaftsurkunde. Eine Urkunde gab es auch vom Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz/Burgund, vertreten durch den Landtagsabgeordneten und Beigeordneten des Rhein-Pfalz-Kreises, Martin Haller (SPD). Mit einem Bilderrückblick wurde an die vielen Stationen der Partnerschaft erinnert, von der Unterzeichnung des Vertrags über gemeinsame Feste, Konzerte, Begegnungen und Unternehmungen bis hin zum Bild der gefassten Hände der Bürgermeister Jean Esmonin und Peter Kern vor gut einem Jahr beim Gedenken am Kriegerdenkmal in Chenôve. Als Gastgeschenk und Symbol für die Freundschaft überreichte Thierry Falconnet dem Limburgerhofer Bürgermeister ein Bild für die Amtsräume. Festlich war das musikalische Programm des Abends, das vom Kammerorchester Schlösschen Limburgerhof unter der Leitung von Felicitas Laxa und dem Solisten Benjamin Laxa (Horn) gestaltet wurde. Neben zwei Werken der französischen Komponisten Camille Saint-Saëns und Michel Corrette stand ein Werk des österreichischen Komponisten Matthias Georg Monn auf dem Programm.