Schifferstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Vereine beim Sanieren unterstützen

Der Tennisclub 1964 will die kürzlich von der Stadt erworbene Tennishalle sanieren.
Der Tennisclub 1964 will die kürzlich von der Stadt erworbene Tennishalle sanieren.

Tennisspieler, Fußballer, Hundefreunde und Schützen haben große Projekte vor in Schifferstadt. Das kostet. Die Stadt möchte unterstützen, aber es gibt Hürden.

Dass in einer Sitzung des Kultur- und Sportausschusses die Besucherplätze im Ratssaal fast voll besetzt sind, kommt selten vor. Doch diesmal haben vier Vereine ein Anliegen, und alle waren durch Vorstandsmitglieder vertreten. Was sie zu hören bekamen, hat ihnen sichtlich gefallen. Denn alle sollen für ihre Pläne Zuschüsse erhalten – wenn, ja wenn das Ganze in den Haushaltsberatungen des Stadtrats befürwortet wird. Und wenn, ja wenn dann der Haushalt durch die Kreisverwaltung als Aufsichtsbehörde auch genehmigt wird. Abhängig sind die Zuschüsse teilweise auch davon, ob es auch andere Zuschussgeber gibt, wie den Rhein-Pfalz-Kreis oder das Land Rheinland-Pfalz.

Nach den Richtlinien zur Förderung erhalten Sportvereine für Renovierungs- und Unterhaltungsarbeiten einen Zuschuss in Höhe von 18 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten. Der Rhein-Pfalz-Kreis wiederum gewährt nur dann den vollen Zuschuss aus seiner Kasse, wenn die Gemeinde mindestens ein Fünftel der Kosten übernimmt. Daraus errechnet sich die Höhe der jeweiligen Summen, die die Stadtverwaltung den Ausschussmitgliedern vorgeschlagen hat. Diese haben in allen Fällen einstimmig eine Empfehlung an den Stadtrat ausgesprochen, die erforderlichen Mittel in den Haushalt einzustellen.

Von der Stadt erworben

Was ist geplant? Den größten Brocken hat sicherlich der Tennisclub 1964 zu stemmen. Der Club hat die Tennishalle am Sportzentrum von der Stadt erworben und macht sich an die Sanierung. Bodenbeläge, Beleuchtung, Elektrik und Gasdunkelstrahler (Hallenheizung) müssen erneuert werden. Laut der Vorsitzenden Nicole Klutinius gehe es darum, die Halle wieder bespielbar zu machen und den Sportbetrieb dort ab Oktober 2023 mit Beginn der Wintersaison aufnehmen zu können.

Welche Kosten tatsächlich zuschussfähig sind, sei noch zu ermitteln, heißt es aus der Verwaltung. Denn der Tennisclub wird die Halle außerhalb des eigenen Trainings- und Spielbetriebs auch vermieten. Nach Mitteilung des Vereins werde die Halle voraussichtlich aber zu 80 Prozent von den eigenen Mitgliedern genutzt. Der Tennisclub habe mehr als 380 aktive Mitglieder, 28 Mannschaften sowie rund 100 Kinder und Jugendliche. Der Verein rechnet mit einer Gesamtsumme für die Sanierung von rund 313.000 Euro. Einen städtischen Zuschuss von eben jenen 20 Prozent, maximal aber 50.000 Euro, hat die Verwaltung vorgeschlagen.

Der FSV 1913/23 Schifferstadt muss das Dach seines 42 Jahre alten Sozialgebäudes mit dem Kabinentrakt sanieren. Das Gebäude sei von den 700 Mitgliedern und zahlreichen Mannschaften stark frequentiert. Die Sanierung sei auch deswegen erforderlich, weil dort asbesthaltige und inzwischen rissige Platten entfernt werden müssten, sodass auch Solar- oder Photovoltaikmodule installiert werden könnten, begründete der FSV-Vorsitzende Oskar Derryck den Antrag. Der Verein rechnet mit Kosten von 75.000 Euro. Hier lautet die Empfehlung an den Stadtrat, einen städtischen Zuschuss von 15.000 Euro im Haushalt einzustellen.

Stahl statt Holz

Die Schützengesellschaft der Forst- und Jagdschutzfreunde will zehn Kugelfänge auf ihrem Gelände modernisieren. Sie sind aus Holz und müssen regelmäßig ausgetauscht und aufwendig entsorgt werden. Jetzt soll Stahl verwendet werden, der nicht mehr ausgetauscht werden muss, schreibt der zweite Vorstand Claus Werner. Kostenpunkt: rund 13.700 Euro. Hier würde die Stadt einen Zuschuss von 2740 Euro gewähren.

Und schließlich braucht der Verein der Hundefreunde eine neue Flutlichtanlage für sein Trainingsgelände. Die bisherige Anlage sei veraltet und funktioniere teilweise nicht mehr. Das würde laut dem Vorsitzenden Bernd Bartholomä rund 3000 Euro kosten. Hier sollen rund 550 Euro Zuschuss eingestellt werden. Alle Vereine haben dargelegt, dass ihre Projekte mit einem großen Teil an Eigenleistung und aus eigenen Mitteln gestemmt werden. Bürgermeisterin Ilona Volk (Grüne), die die Sitzung leitete, betonte, wie wichtig die Arbeit der Vereine für die Stadt ist, aus diesem Grund sollte diese auch unterstützt werden. Nun geht’s zunächst in die Etatberatungen.

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