Maxdorf / Fußgönheim / Birkenheide
Verbandsgemeinde investiert in Feuerwehr
Ein Blick auf das Investitions- und Erhaltungskostenprogramm der Verbandsgemeinde Maxdorf für die Jahre 2025 und 2029 verrät: Wenn in den kommenden Jahren größere Summen ausgegeben werden, liegt man selten falsch, wenn man vermutet, dass es um die Feuerwehr geht.
Zum einen sind da die drei Feuerwehrgerätehäuser in den Ortsgemeinden zu nennen. Denn bis das neue zentrale Gerätehaus für die Wehren der Verbandsgemeinde steht, dauert es noch. Für die Grundstücke hat Bürgermeister Paul Poje (CDU) nach eigener Aussage bislang mündliche Zusagen. Schriftlich fixiert ist noch nichts. Noch. Sein Ziel: „Bis zum Ende meiner Amtszeit will ich das erledigt haben“, sagt er im RHEINPFALZ-Gespräch. Heißt: Bis zum 31. Juli 2025 soll nach seiner Vorstellung der Kaufvertrag unter Dach und Fach sein, damit sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin das Vorhaben entsprechend weiter vorantreiben kann.
Bis es soweit ist, werden allerdings die einzelnen Feuerwehrgerätehäuser in Maxdorf, Birkenheide und Fußgönheim noch in Schuss gehalten werden müssen. Dafür sind für das kommende Jahr jeweils 100.000 Euro im Investitionsprogramm vorgesehen. Defekte Rolltore nennt Poje als einen Punkt. „Und im Gerätehaus in Fußgönheim muss die Heizung gemacht werden.“
Auch in den Fuhrpark wird investiert
Auch in den Fuhrpark werden in den kommenden Jahren einige Tausend Euro fließen. Einige Käufe sind in diesem Jahr schon auf den Weg gebracht worden. Zum Beispiel ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) für die Feuerwehr Birkenheide. Dafür sind 2026 550.000 Euro vorgesehen. Unterm Strich wird es eine Investition von knapp 800.000 Euro sein. Auch das Mehrzweckfahrzeug für den Maxdorfer Zug ist für 2025 im Plan aufgeführt – mit 225.000 Euro. Insgesamt wird das eine Investition von rund 300.000 Euro sein.
Jeweils ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) sollen 2027 die Wehren in Fußgönheim und Maxdorf bekommen. Im kommenden Jahr sind je 10.000 Euro für die Ausschreibung vorgesehen. Die Begleichung der Rechnung soll zwei Jahre später erfolgen. Die Verwaltung hat jeweils 580.000 Euro eingeplant.
Finanziell der dickste Brocken in Sachen Fuhrpark wird die neue Drehleiter. „Ja, wir haben schon eine“, sagt Paul Poje. Aber deren Zulassung laufe 2028 aus. „Sie hat auch schon 20 Jährchen auf dem Buckel, ist daher nicht mehr zulässig“, erläutert der Bürgermeister. Er verweist in dem Zusammenhang auch auf veränderte Begebenheiten bei der Brandbekämpfung in der Verbandsgemeinde. „Höhere Gebäude, neue Infrastruktur“, sagt Poje. Für die neue Drehleiter des Maxdorfer Zugs stehen im Investitionsprogramm 1,5 Millionen Euro drin. Dazu kommen in den kommenden Jahren etliche Anschaffungen, was das technische Gerät der Wehren anbetrifft.
Immer noch die gleiche Frage: Neubau oder Sanierung
Noch relativ übersichtlich gestaltet sich der Posten Rathauserweiterung. Immerhin: Im kommenden Jahr soll mit der Grundlagenermittlung begonnen werden, sagt Paul Poje. Heißt: In welche Richtung soll es gehen? Sanierung und Erweiterung des bestehenden Rathauses, oder Neubau? „Ideal wäre ein Neubau“, sagt Poje klar. Dann wäre die entscheidende Frage: Wo? Womit wir doch wieder bei Sanierung und Erweiterung des bestehenden Baus wären. Für diesen Fall hat die Gemeinde bereits das Gebäude neben dem Rathaus gekauft, laut Poje für 650.000 Euro. Aber: In dem Haus sind jetzt Flüchtlinge untergebracht. Und: In den politischen Gremien der Verbandsgemeinde hat es noch keine Willensbekundung gegeben, wohin die Reise gehen soll. Pojes Ziel lautet deshalb: „Eine verbindliche Aussage der Gremien herbeiführen, ob es Erweiterung und Sanierung oder ein Neubau sein soll.“
Apropos Flüchtlinge. Auch diese sind Teil des Investitionsprogramms. Genauer gesagt deren Unterbringung. 300.000 Euro sind dafür im kommenden Jahr vorgesehen. Sie sollen in eine Containerunterkunft neben dem Fußgönheimer Feuerwehrhaus fließen. Allerdings müssten die übergeordneten Behörden dazu noch ihren Segen geben. Denn laut Poje ist die dafür vorgesehene Fläche Überschwemmungsgebiet. „Wir müssen abwarten, ob wir die Baugenehmigung dafür bekommen.“
Schon für 2024 waren 400.000 Euro für die Sanierung der Maxdorfer Waldsporthalle im Plan verankert. In den kommenden drei Jahren werden es noch mal jeweils 500.000 Euro sein. „Vieles hängt von der Sanierung des Hallendachs ab“, sagt der Bürgermeister. Der entscheidende Punkt: Können die Stahlträger in der Dachkonstruktion noch ertüchtigt werden (Stichwort: Rost).
„Das ist das, was wir machen können“, sagt der Bürgermeister. Heißt: Der Rest ist Sache der Ortsgemeinden. Als reine Absichtserklärung will er das Investitionsprogramm daher nicht verstanden wissen. „Es soll mehr sein, mit den entsprechenden Ratsbeschlüssen als Grundlage.“ Weshalb Poje in dem Programm auch „keine utopischen Zahlen“ sieht. Es sei nicht so wie in der Vergangenheit, dass man einfach mal eine Zahl reinschreibe und dann schaue, was komme.
Als Konsequenz daraus erfolgte in der Verbandsgemeinde auch die Umstellung auf einen Haushalt statt wie bisher die Fassung eines Doppelhaushalts. Für Paul Poje ist es auch eine Chance, womöglich in absehbarer Zukunft die Ortsgemeinden zu entlasten und die Umlage zu senken. „Wenn die Zahlen darauf hinführen“, betont er. Der Satz für die Umlage liegt derzeit bei 34 Prozent.