Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Unzufriedenheit mit Belegungsplan der Ganerbhalle

Ganerbhalle: Die Vereine hätten gerne mehr Trainingszeiten.
Ganerbhalle: Die Vereine hätten gerne mehr Trainingszeiten.

Es ist erst rund ein halbes Jahr her, dass das Institut für Sportstättenentwicklung im Verbandsgemeinderat einen Belegungsplan für die Ganerbhalle in Dudenhofen präsentiert hat, um für eine gerechte Verteilung der zur Verfügung stehenden Zeitfenster zu sorgen. Doch in Dudenhofen sind nicht alle zufrieden mit der Lösung.

Die SPD-Fraktion setzte das Thema bei der jüngsten Ortsgemeinderatssitzung mit einem Antrag auf die Tagesordnung. Der Hintergrund: Im Winter, wenn mehr Vereine in die Halle wollen, gebe es Probleme. „Ein Blick auf den Belegungsplan der Ganerbhalle verdeutlicht, dass zum Beispiel die Handballerinnen und Handballer der Panther Dudenhofen/Schifferstadt drastische Einschnitte in ihrem Trainingsbetrieb hinnehmen müssen“, heißt es im Antrag der SPD. Diese fordert daher eine „Offenlegung der Vergabekriterien der Ganerbhalle“ und schlägt eine „faire Vergabe von Hallenzeiten nach einem Wertungskatalog mit Bewertungspunkten vor“. Dabei soll die tatsächliche Nutzung von Kindermannschaften, die Mitgliederzahl in den Mannschaften, mögliche Alternativen und die Frage, ob es sich um Leistungsmannschaften handelt, eine Rolle spielen.

Beim CDU-Fraktionsvorsitzenden Rainer Horländer traf der Antrag auf Unverständnis: Er verwies auf den Belegungsplan, den das Institut für Sportstättenentwicklung erst vor einigen Monaten nach einer Erhebung der Bedarfe bei den Sportvereinen erstellt habe. Beigeordneter Frank Heider (SPD) sah das anders. „Es ist offensichtlich, dass die Erhebung nicht korrekt ist“, sagte er. Die Einteilung sei willkürlich. Bereits in der Vergangenheit hatte es Diskussionen darüber gegeben, dass auch Vereine aus anderen Gemeinden wie der TuS Heiligenstein oder der FV Hanhofen die Halle in Dudenhofen nutzen. Die Halle gehört dem Rhein-Pfalz-Kreis, die Verbandsgemeinde ist aber auch finanziell beteiligt. Erster Beigeordneter Reinhard Burck (Grüne) verwies darauf, dass Römerberg beispielsweise 50 Prozent der Unterhaltungskosten zahle und dadurch auch einen gewissen Anspruch auf die Nutzung habe. Die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde, Silke Schmitt-Makdice (SPD) ergänzte, dass andere Sporthallen in der VG den Ortsgemeinden gehörten und die Ganerbhalle in der Hinsicht eine Ausnahme sei. Letztlich wurde entschieden, den Antrag auf Verbandsgemeindeebene zu behandeln.

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