Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Umweltbeauftragter Pfeifer legt sein Ehrenamt nieder

Manfred Alban Pfeifer hat sein Ehrenamt nach einen Jahr niedergelegt.
Manfred Alban Pfeifer hat sein Ehrenamt nach einen Jahr niedergelegt.

Fast genau ein Jahr nach dem Antritt seines Ehrenamts, legt Manfred Alban Pfeifer (Grüne) seinen Posten als Beauftragter für Umwelt und Landwirtschaft in Bobenheim-Roxheim nieder. Der Grund: das Ehrenamt sei „keine beglückende Tätigkeit“ gewesen. Ausschlaggebend sei aber auch das „zerrüttete Verhältnis“ zum Ersten Beigeordneten Frank Peter (CDU) gewesen.

Er sehe „keine Basis mehr für eine sachliche, geschweige denn vertrauensvolle Zusammenarbeit“, schreibt Manfred Alban Pfeifer in seinem vier Seiten langen Tätigkeitsbericht über sein Ehrenamt als Umweltbeauftragter in der Gemeinde Bobenheim-Roxheim, den er gemeinsam mit seiner Rücktrittserklärung vor ein paar Tagen in der Verwaltung eingereicht hat. „Den letzten E-Mail-Verkehr mit Frank Peter empfand ich als verletzend“, schreibt er. Und: „Ich glaube nicht daran, mich noch konstruktiv innerhalb seines Ressorts oder im Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft, dem Frank Peter vorsteht, einbringen zu können.“

Im Gespräch mit der RHEINPFALZ sagt er: „Ich glaube, wir sind vom Charakter her sehr verschieden.“ Zum Inhalt des E-Mail-Verkehrs mit dem Ersten Beigeordneten wollte er nichts sagen. Nur so viel: „Ich habe ihn drei-, viermal angeschrieben und gefragt, was er mit seiner Kritik an mir meint. Aber er hat das nicht beantwortet.“ Ein Vermittlungsangebot vonseiten der CDU-Fraktion habe Pfeifer ausgeschlagen. „Das hätte nichts mehr gebracht.“ Pfeifer hat deshalb sein Ehrenamt und sein Mandat im Umweltausschuss niedergelegt. Im Gemeinderat will er bleiben.

Peter: Andere Schwerpunkte gesetzt

Auch Frank Peter beschreibt die Zusammenarbeit mit Pfeifer als „sehr schwierig“ – und das von Anfang an. Das Ehrenamt sei die Idee der Grünen gewesen. „Die Aufgaben waren klar definiert“, sagt Peter. Um die sei es auch in dem E-Mail-Austausch gegangen. „Die Idee war, dass der Beauftragte als Bindeglied zwischen den Bürgern und der Gemeinde oder anderen Stellen fungiert“, sagt Peter. Seine Kontaktdaten habe Pfeifer aber nicht preisgeben wollen (wir berichteten). „Herr Pfeifer hat die Schwerpunkte anders gesetzt, als es die Vorstellung der Koalition war.“

Die persönlichen Schwierigkeiten seien aber nicht der einzige Grund gewesen, warum Pfeifer das Ehrenamt niedergelegt hat. „Es war von Anfang an mein Bedenken, dass viele persönliche Probleme der Bürger zu Umweltproblemen werden.“ Wiederholt hätten sich Bobenheim-Roxheimer an ihn gewandt wegen „Nachbarschaftsstreitigkeiten“ oder der Bestimmung von Insekten. Bei den meisten Anfragen habe er lediglich an die zuständige Stelle verweisen, selbst aber nichts tun können. „Das war für mich und für die Bürger unzufriedenstellend“, so Pfeifer. So – und wegen coronabedingter Veranstaltungsabsagen – habe er nur wenig erreichen können.

Ratssitzung am Mittwoch

Den Posten des Umweltbeauftragten neu besetzen will der Gemeinderat in seiner Sitzung am 2. September, 18 Uhr, in der Jahnhalle. „Kein Kommentar“, sagt Pfeifer auf die Frage nach einem möglichen Nachfolger. Peter sagt: „Die Koalition wird einen Vorschlag machen.“ Er sei sich sicher, dass am Mittwoch ein neuer Umweltbeauftragter gefunden werde.

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