Maxdorf
Umbau des Kerweplatzes angestrebt: Kreuz und quer
Geht man nach dem Gros der Maxdorfer Kommunalpolitiker, lebt Oliver Bock offenbar in einem anderen Maxdorf als sie selbst. Er würde regelmäßig, fast jeden Tag, am Kerwe- und Schillerplatz vorbeilaufen, sagt der Vertreter der Grünen im Bauausschuss. „Ich habe den Parkplatz noch nie voll gesehen. Warum muss er dann so groß werden?“
Dem widerspricht vor allem Ortsbürgermeister Werner Baumann (CDU): „Ich sehe den Parkplatz oft mehr als gefüllt“, sagt er, „wir kollabieren im ruhenden Verkehr.“ Weil die Parkplätze auf dem Kerwe–, der genausogut ein Bahnhofsvorplatz sein könnte, nicht eingezeichnet sind, ist dort kein geordnetes Parken möglich. Laut Baumann führt das dazu, dass die Menschen ihre Autos völlig willkürlich im ganzen Ort abstellen, allen voran in den Straßen, die zur Bahnhaltestelle führen. „Auch die Feuerwehr kritisiert, dass sie an manchen Stellen nur schwer durchkommt“, sagt Baumann.
Parkgebühren nicht ausgeschlossen
Da trifft es sich gut, dass CDU und SPD den Umbau des Kerweplatzes vorantreiben wollen. In erster Linie, um Parkfläche zu schaffen, aber auch um das Ambiente für das Dorffest im Herbst schöner zu gestalten. „Das Ganze schön gepflastert, das bietet einen schönen Blick, wenn man aus der Bahn aussteigt“, sagt etwa Uwe Matheis (SPD) und fragt: „Vielleicht wird es so wie der Platz vor dem Palatinum in Mutterstadt?“ Die Frage, die sich den Maxdorfern nun stellt, ist die Dimension des Umbaus.
Die Grünen plädieren für eine abgespeckte Variante. Es würde reichen, Parkplätze einzuzeichnen, sagt Bock. Dann müssten auch die Bäume, die auf dem Platz stehen, nicht weichen. Christoph Baumann (CDU) fordert derweil ein größeres Konzept. „Verkehr von der Straße zu nehmen ist mehr Klimaschutz, als ein paar Grünflächen zu erhalten“, sagt er. Er denkt an moderne Lösungen und freut sich, dass der Verkehrsbetrieb mit an Bord ist. Digitale Angebote, E-Lade-Stationen, Parkraumkonzepte, Fahrradboxen, all das solle mitberücksichtigt werden. Auch Ortsbürgermeister Baumann denkt in die Zukunft: „Wenn wir irgendwann an so etwas wie Fahrradstraßen denken, müssen wir aus diesen Straßen Parkplätze herausnehmen“, sagt er. Ein Dorf mit der Größe von Maxdorf brauche einen zentralen Platz mit viel Parkraum. Wermutstropfen für die Nutzer: Parkgebühren sind nicht ausgeschlossen.