Rhein-Pfalz Kreis „Trend geht weg vom E-Werk“

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Für das Elektrizitätswerk der Ortsgemeinde Gerolsheim wird für das kommende Jahr ein Gewinn von rund 27.000 Euro erwartet. So steht es im Wirtschaftsplan für 2016, den der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung abgesegnet hat.

Sorgen bereitet den Ratsmitgliedern die Anzahl an Kunden, die den Stromanbieter wechseln. 2014 hatte der Gewinn knapp 23.000 Euro betragen, das Ergebnis für das laufende Jahr liegt noch nicht vor. Im Plan für 2016 stehen Erträge in Höhe von rund 1,075 Millionen Euro und Aufwendungen von 1,048 Millionen Euro, erläuterte Werkleiterin Birgit Adrian. Auf der Kostenseite machten Stromeinkauf, Netz- und Betriebsführungsentgelte, Strom- und Erdgassteuer sowie Abschreibungen und Konzessionsabgaben den größten Teil aus, so Adrian. 2016 seien Investitionen von 30.000 Euro geplant, unter anderem in Erdungsanlagen an Trafostationen und Kabelverteilern. „Kredite sollen keine aufgenommen werden“, berichtete Ortsbürgermeister Erich Weyer (FWG). Ob die Strompreise trotz einer Umlagesteigerung konstant bleiben können, hänge von den endgültigen Netzentgelten ab, erklärte Birgit Adrian. Eine Entscheidung stehe hier noch aus. Sorgen bereiten den Ratsmitgliedern die Gerolsheimer, die dem E-Werk den Rücken kehren. „121 Kunden in unserem Versorgungsgebiet werden von Dritten versorgt“, berichtete Adrian. Die Wechselquote im laufenden Jahr betrage rund 12,2 Prozent. „Wir liegen damit zwar weit unter dem Bundesdurchschnitt von 39,5 Prozent, dennoch ist ein Trend – weg vom E-Werk – zu erkennen“, sagte Adrian. Dies sei unverständlich, weil der gemeindeeigene Betrieb konkurrenzfähige Preise anbieten könne. Um gegenzusteuern, sprachen sich die Gerolsheimer Ratsmitglieder für mehr Werbung vor Ort aus. „Wir müssen den Leuten sagen, dass das Geld, das mit dem Elektrizitätswerk verdient wird, in der Gemeinde bleibt und nicht wie bei den großen Konzernen nach Berlin oder sonstwohin fließt“, schlug Mathias Vogel von der FWG-Fraktion vor. Um die bestehenden Kunden darauf aufmerksam zu machen, sollte es in den Jahresendabrechnungen einen entsprechenden Hinweis geben, meinte Horst Piroth (SPD). „Da schaut jeder drauf.“ (gnk)

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