Altrip Tauschbox aufgestellt: Alternative zum Wegwerfen
In der heutigen Wegwerfgesellschaft wird meist einfach entsorgt, was nicht mehr benötigt wird. Oder der betreffende Gegenstand wandert auf den Dachboden, in den Keller oder in die Garage, wo er irgendwann in Vergessenheit gerät. Eine sinnvollere Möglichkeit sollen Tauschboxen bieten: Denn wofür der eine keine Verwendung mehr hat, kann der andere vielleicht noch gebrauchen.
Das haben sich wohl auch Gesine Adamer und Leonie Müller aus Altrip gedacht. Die beiden Mädchen besuchen die Integrierte Gesamtschule in Mutterstadt. Bei einem Ökologieprojekt der Klassen 8b und 8c galt es eigentlich, eine Suppenküche umzusetzen. Stattdessen haben die beiden Altriperinnen mit ihren Schulkameradinnen Isabelle Hardek und Lilly Weihnacht eine Tauschbox in Angriff genommen. Dabei handelt es sich um einen Holzschrank, dessen Einsatzzweck große bunte Lettern erkennen lassen. Inzwischen haben die Jugendlichen ihre etwa mannshohe Tauschbox offiziell der Kommune und ihrer Bestimmung übergeben. Nun liegt es an den Nachbarn und anderen interessierten Mitmenschen im Ort, davon Gebrauch zu machen.
Ortsbürgermeister Volker Mansky (parteilos) ging gleich zum Auftakt mit gutem Beispiel voran und brachte bereits einige Tauschgegenstände mit. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass nichts in die Box kommt, was da nicht hinein soll, und dass sich möglichst viele Leute, ob jung oder alt, an der Tauschidee begeistern und die Box rege nutzen“, erklärten die Initiatorinnen Gesine Adamer und Leonie Müller beim offiziellen Start. Sie selbst bestückten die Tauschbox ebenfalls schon mal mit zu Hause assortierten Büchern und Kissen. Auch eine elektrische Bürste, Latschen und Spielzeuge lagen bereit.