Dudenhofen Streit um Hort und mehr: Die Mutter aller Stellungnahmen
Das politische Klima in Dudenhofen war an dieser Stelle ja schon öfter Thema. Hoch her ging es im Februar im Gemeinderat in Form von verbalen Auseinandersetzungen und danach in Gestalt von an die Presse geschickten Stellungnahmen, in denen sich die Parteien gegenseitig Vorhaltungen machten. In der jüngsten Ratssitzung war dann ein gewisses Bemühen um mehr Harmonie zu beobachten. Der Burgfrieden wurde gegen Ende des Abends zwar etwas brüchig, dennoch ist der Reporter eigentlich davon ausgegangen, dass sich diesmal keine Seite zu einer zusätzlichen schriftlichen Einlassung über den politischen Gegner genötigt sieht.
Doch Pustekuchen: Mit sechseinhalb A4-Seiten Stellungnahme, die nun in der Redaktion eintrudelten, hat sich die CDU selbst übertroffen. Bei genauerer Lektüre ist allerdings festzuhalten, dass es sich eher um eine Zusammenfassung der bekannten CDU-Positionen als um wirklich neue Kritikpunkte handelt. Wie schon im Rat wird die „fragwürdige Vergabe der Hortplätze“ kritisiert und der „fragwürdige Weg“ beim Umgang mit dem gemeindeeigenen Grundstück In den dreißig Morgen. Mit Blick auf den Hort erneuert die CDU ihre Kritik an den hohen Kosten für einen Neubau und fordert noch einmal ein Gesamtkonzept für die Kinderbetreuung im Ort. Ein Lob gibt es für die Arbeit der Elternvertretungen, kein gutes Haar wird hingegen am „Auftreten der Regierungsfraktionen“ gelassen.
Dass die politischen Diskussionen über diese Themen wohl auch in Zukunft mit einiger Verbissenheit geführt werden dürften, macht folgende Ansage der Dudenhofener CDU an die Ampel-Parteien deutlich: „Wir sind bereit unseren harten Oppositionsstil wieder zu normalisieren, wenn man im Sinne unseres Heimatdorfes Dudenhofen über ein sinnvolles Gesamtkonzept mit uns spricht. Ansonsten ist sich die CDU-Fraktion darüber einig, dass wir diesen neuen Stil die gesamte Legislatur praktizieren werden, da dann wohl auch weiterhin eine ehrliche Zusammenarbeit und eine sinnvolle Auseinandersetzung mit unseren Vorschlägen nicht gewünscht ist.“