Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Straßenausbau: Mit der Rottstraße geht’s los

Rottstraße: Die schmalen Gehsteige sollen wegfallen.
Rottstraße: Die schmalen Gehsteige sollen wegfallen.

Das Thema Straßenausbau hat in den vergangenen Monaten immer wieder für Diskussionen in Dudenhofen gesorgt: zuerst aufgrund der ohne Rechtsgrundlage eingezogenen wiederkehrenden Beiträge, zuletzt wegen der Vorschläge für konkrete Ausbauprojekte. Nun gibt es Einigkeit.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind zu einem guten Ergebnis gekommen“, sagte Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD), als der Tagesordnungspunkt „Straßenausbauprogramm: Festlegung der auszubauenden Straßen“ im Bau- und Hauptausschuss vor einigen Tagen an die Reihe kam. Nachdem der Gemeinderat das Thema jüngst zurück in den Ausschuss verwiesen hatte, sei intensiv mit der Verwaltung gearbeitet und die Fraktionsvorsitzenden seien zum Gespräch eingeladen worden. Auch mit den Gemeindewerken und den Stadtwerken Speyer (SWS) habe sich die Ortsgemeinde ausgetauscht.

Das Ergebnis: Die Rottstraße soll auf einer Länge von 370 Metern bis zur Kreuzung St.-Klara-Straße verkehrsberuhigt ausgebaut werden. Die Entwässerung soll über eine Mittelrinne erfolgen. „Diese Ausbauvariante bietet einige Vorteile“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. „Die Problematik der schmalen Gehwege wird dadurch gelöst, ebenso die Anordnung der Parkplätze.“ Durch das Wegfallen der Gehwege sei die Straße 5,80 Meter breit. Werke und SWS wollen im Zuge des Ausbaus ihr Leitungsnetz sanieren. „Insbesondere die Gasleitung muss schnellstmöglich ausgetauscht werden“, so die Verwaltung. Kosten soll der Ausbau rund 560.000 Euro. Frühester Baubeginn wäre Oktober 2025, die Bauzeit beträgt voraussichtlich acht Monate.

Anschließend soll der Konrad-Adenauer-Platz – genauer: die den Platz umgebende Straße – ausgebaut werden. Möglicher Beginn wäre im Frühjahr 2026. „Ein Komplettausbau ist zwingend geboten, die geborstene Wasserleitung und die Pflasterschäden auf Gehwegen und Straße sind weithin sichtbar“, urteilt die Verwaltung. Im Zuge der Arbeiten seien eine neue Zuteilungen der Stellplätze und verkehrsberuhigende Maßnahmen geplant. 800.000 Euro würde der Ausbau voraussichtlich kosten.

Als Drittes steht der Ausbau der Johann-Walter-Straße an. Der Asphaltbelag sei an vielen Stellen gerissen, punktuell kam es zu Absenkungen an den Sinkkästen. Der Grund dafür sei im Unterbau zu finden: „Der Asphaltbelag wurde einfach auf das vorhandene Kopfsteinpflaster eingebaut“, berichtet die Bauabteilung. Vor Baubeginn müsse das alte Pfarrheim zurückgebaut sein. Für die Johann-Walter-Straße sind Ausbaukosten von 850.000 Euro geplant. Bei den Ausbauarbeiten dort und am Konrad-Adenauer-Platz werden die Gemeindewerke und die SWS ebenfalls mit eingebunden. Finanziert werden soll der Ausbau aller Straßen über die wiederkehrenden Beiträge und anteilig die Ortsgemeinde mit 35 Prozent. Vorausleistungen sollen nicht erhoben werden, Abrechnungsbescheide soll es nach geprüfter Schlussabrechnung geben. Die Ausschüsse empfahlen dem Rat einstimmig, die Straßen wie vorgeschlagen auszubauen.

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