Rhein-Pfalz Kreis Steinkäuze im Aufwind

Er wiegt so viel wie zwei Tafeln Schokolade, ist etwa so groß wie eine Amsel und ein sehr tüchtiger Mäusejäger: Der Steinkauz. Das ist eine ganz kleine Eulenart. Kleiner ist bei uns nur noch der Sperlingskauz.
In Griechenland galt der Steinkauz vor mehr als 3000 Jahren als Vogel der Weisheit. Also als sehr kluger Vogel. Er ist deshalb auch auf den griechischen Ein-Euro-Münzen abgebildet. Bis vor ein paar Jahren sah es im Rhein-Pfalz-Kreis noch sehr schlecht aus für diesen netten Vogel. In der Vorderpfalz gab es nur noch ganz wenige Steinkäuze. Um der vom Aussterben bedrohten Vogelart zu helfen, haben Volker Schlie aus Maxdorf und weitere Naturschützer dann an vielen Stellen in unserer Landschaft an die 160 Steinkauz-Niströhren an großen, alten Bäumen aufgehängt – auch rund um Rödersheim-Gronau. Dort lagen im vergangenen Jahr in drei Röhren elf Eier. Insgesamt fünf Käuze sind dann groß geworden und konnten beringt werden. 84 Jungsteinkäuze waren es insgesamt in Schlies’ Betreuungsbereich. Der Steinkauz befindet sich im Kreis damit wieder im Aufwind. In Rödersheim-Gronau wurden im vergangenen Jahr zwei weitere Niströhren aufgehängt. Ich bin gespannt, ob und wann diese neue Röhre von den Steinkäuzen angenommen wird. (ain)