Rhein-Pfalz Kreis Steinerne Löwen-Pranke

Gut erhalten ist diese Löwenpranke trotz ihres hohen Alters.
Gut erhalten ist diese Löwenpranke trotz ihres hohen Alters.

Auch wenn sie sehr alt ist: Diese Tatze einer Raubkatze kann man gut erkennen. Die Pranke aus Sandstein ist der Rest einer ziemlich großen Löwenfigur aus Sandstein. Du findest sie in der Villa rustica, dem römischen Landgut bei Wachenheim. Der Löwe gehörte zu einem Grabmal, erklärt eine Informationstafel.

Vor etwa 2000 Jahren begannen die Römer mit dem Bau der Villa rustica. Im Lauf der Zeit gestalteten sie das Anwesen mit Herrenhaus und Bädern immer größer und prächtiger. Wer reich war, ließ sich ein Grabdenkmal setzen, um später lebenden Menschen im Gedächtnis zu bleiben. Viel blieb davon nicht übrig. Die Löwentatze ist einer der wenigen Reste. Man schätzt, dass sie um die 1900 Jahre alt ist. Vielleicht fragst du dich, was eine Raubkatze mit einem Verstorbenen zu tun hat. Das erklären Wissenschaftler so: In früher Zeit galten Löwen als Herrscher über alle Tiere und als Sinnbild der Wachsamkeit. Sie sollten die Toten und ihre Gräber bewachen und böse Geister vertreiben. Vier bis fünf Jahrhunderte lang war die Villa rustica bewohnt, dann wurde sie verlassen und die Bauten verfielen. Erst vor knapp 40 Jahren hat man zufällig Mauerteile entdeckt. Heute wachsen um die Reste der Grabdenkmäler Bäume und Sträucher. Übrigens war es bei den Römern üblich, Gräber mit Pflanzen zu schmücken. Ihr Wachsen und Welken erinnert daran, dass das Leben blüht und vergeht.

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