Hochdorf-Assenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Städtebaustudenten sollen Ideen liefern

Wie könnte sich die Hauptstraße in Hochdorf-Assenheim verändern? Antworten sollen Studenten finden.
Wie könnte sich die Hauptstraße in Hochdorf-Assenheim verändern? Antworten sollen Studenten finden.

Im Ortskern angenehmer wohnen und leben: Das wollen die Hochdorf-Assenheimer mit vier Bebauungsplänen ermöglichen. Anregungen hierzu möchten sie sich von Städtebaustudenten der Technischen Universität Kaiserslautern holen. Doch wann die ihre Arbeit starten können, ist unklar.

Die enorm aufwendige Überplanung des Ortskerns entlang der Landesstraße 530, die als Haupt- und Ludwigshafener Straße durchs Dorf führt, hat noch der alte Ortsgemeinderat kurz vor den Kommunalwahlen im Mai 2019 auf den Weg gebracht. Die Mehrheit von CDU und FWG sah Bebauungspläne für vier bestimmte Gebiete – A bis D – als das geeignete Mittel hierfür. Einzig die SPD zweifelte am Sinn dieser Herangehensweise. Fläche A betrifft die Grundstücke auf der Nordseite der Hauptstraße, zwischen der Straße Am Bildstock bis zur Alfons-Legner-Straße. Fläche B umfasst die Grundstücke auf der Südseite von Am Bildstock bis zur Böhler Straße. Fläche C befindet sich nördlich der Hauptstraße von der Alfons-Legner- bis zur Alsheimer Straße. Fläche D bezeichnet das Areal östlich der Firma Mayer & Ruppert zwischen Ludwigshafener und Westerstraße.

Gruppenarbeit von 30 Studenten

Der neu gewählte Rat entschied im März 2020, einen Arbeitskreis zu bilden. Dieser sollte eine Prioritätenliste für die vier Flächen erstellen und die Bebauungspläne koordinieren. Die erste Zusammenkunft fand am 2. Juli statt. Dabei ließ sich der Arbeitskreis die zahlreichen Optionen für das weitere Vorgehen erläutern. Seine Wahl fiel auf ein Projektmodul, das bei der TU Kaiserslautern zur Masterausbildung im Fach „Stadtumbau und Stadterneuerung“ gehört. Es handelt sich um eine Gruppenarbeit von rund 30 Studenten, bei der sie im Wintersemester – also von November bis Februar – die Flächen A und B näher untersuchen und analysieren sollen. Im Dezember ist eine Zwischenpräsentation vorgesehen, bei der offene Fragen geklärt und die Schwerpunkte für die weitere Arbeit gesetzt werden können. Nach einer internen Abschlusspräsentation im Februar mit Vertretern der Ortsgemeinde sollen die Ergebnisse im Februar oder März öffentlich vorgestellt werden. „Dann können sie gegebenenfalls in die Bauleitplanung einfließen“, erläuterte Bauabteilungsleiter Bernd Ziegler in der jüngsten Ratssitzung, in der das Gremium über diesen Vorschlag des Arbeitskreises befinden musste. Die Zusammenarbeit mit der TU werde 9000 Euro kosten.

Wohnwert verbessern

„Das hört sich gut an“, fand Ortsbürgermeister Walter Schmitt (FWG). Das sah auch SPD-Sprecher Thorsten Clemens so. Obwohl seine Fraktion bekanntlich gegen die Bebauungspläne sei, halte er dieses Vorgehen für sinnvoll. „Es ist sehr gut, erst einmal zu schauen, was baurechtlich am effektivsten und am besten möglich ist, ehe man anfängt, einen Bebauungsplan aufzustellen“, erklärte er. Zudem hob er hervor, dass die Sozialdemokraten lediglich die angestrebten Bebauungspläne ablehnen, das grundsätzliche Ziel, den Wohnwert in der Hauptstraße zu verbessern, jedoch uneingeschränkt unterstützen.

FWG-Fraktionschefin Monika Schönbucher sprach sich ebenfalls für die Zusammenarbeit mit der TU aus. „Wir waren von Anfang an dafür, den Ortskern zu erneuern und heutigen Wohnbedürfnissen anzupassen, bevor wir Neubaugebiete ausweisen“, sagte sie. Es gelte, die Menschen in der Hauptstraße nicht zu verlieren. Dem schloss sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Christoph Saliba an.

Startzeit noch unklar

Wann die Kooperation beginnt, ist nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie unklar. Im aktuellen Wintersemester wird es wohl nichts. Die Gemeindeverwaltung erwähnte in den Unterlagen einen Projektstart 2022, betonte aber: „Der Zeithorizont für den Beginn dieser Studienarbeit ist schwer abzuschätzen.“

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