Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel Spezialisten sollen Gesamtplan für Kita-Immobilien entwerfen

Um das Einrichten von Schlafplätzen kommt in Rheinland-Pfalz kein Kindergarten mehr herum.
Um das Einrichten von Schlafplätzen kommt in Rheinland-Pfalz kein Kindergarten mehr herum.

Um die Kindergartenlandschaft in Bobenheim-Roxheim dem neuen Kita-Zukunftsgesetz anpassen zu können, braucht und will die Gemeinde externen Sachverstand. Deshalb wird jetzt ein Architekturbüro einen „Masterplan“ entwerfen.

Die Firma Hort und Hensel aus Kaiserslautern hat sich auf solche Gesamtbetrachtungen spezialisiert und kennt sich außerdem mit dem Bau zukunftsfähiger Kindergärten aus. Nach eingehender Beratung im Bau- sowie im Jugend- und Sozialausschuss der Gemeinde hat das Büro den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie erhalten. 25.000 Euro wird es dafür bekommen.

Nach Angaben von Geschäftsführerin Barbara Hort werden nach der ersten Bestandsaufnahme alle örtlichen Kita-Immobilien und auch das für den Kindergartenbetrieb vorgeschlagene ehemalige Asylbewerberheim im Pfalzring unter die Lupe genommen. „Dreh- und Angelpunkt ist dabei das Kita-Gesetz“, sagte Hort vor Ausschussmitgliedern und Kita-Vertretern. Denn das Gesetz sieht eine bis zu siebenstündige Betreuung vor, was wiederum die Versorgung mit Essen, einen Speiseraum und Schlafplätze für die Kinder notwendig mache.

Personal darf mitreden

Das bedeute nicht, dass überall umgebaut oder vergrößert werden müsse. Eine Gesamtkonzeption kann laut Horn auch zum Ergebnis haben, dass in einer Kita die Anzahl der Gruppen reduziert wird, um Platz für Essen und Schlafen zu schaffen. Es könne aber auch herauskommen, dass ganz neu gebaut werden sollte. Auf jeden Fall sollen die Träger und Mitarbeiter der Einrichtungen gefragt werden, was sie brauchen und sich wünschen. Es würden Fragebogen verteilt, so Hort. Vom Tisch zu sein scheint die Idee, eine Zentralküche einzurichten, die alle oder zumindest mehrere Kindergärten mit frisch gekochtem Essen versorgt. Dagegen sprächen nicht nur rechtliche Vorgaben, sondern auch, dass es Erzieher und Eltern gemeinhin sehr schätzten, wenn ihre Kita eine eigene Küche habe.

Mehr über die Herausforderungen der Gemeinde in puncto Kindergärten lesen Sie hier.

x