Gartenolympiade RHEINPFALZ Plus Artikel Speyererin probiert sich am Kichererbsen-Anbau

Geerntet: die Kichererbsen, wie man sie kennt.
Geerntet: die Kichererbsen, wie man sie kennt.

Anna Maria Kemper aus Speyer kümmert sich in ihrem Garten um Pflanzen, die eher als „exotisch“ durchgehen, weil sie keine Allerweltshobbygarten-Kultur sind. Kemper hat sich am Anbau von Kichererbsen probiert – mit Erfolg: Sie besitzt etwa 100 Pflanzen.

„Wir haben einen sehr großen Garten und ernähren uns zeitweise vegetarisch. Kichererbsen sind eine gute Proteinquelle, die geröstet oder püriert oder ganz in Currys gut schmecken“, erzählt die 58-Jährige und begründet damit auch gleich, wie sie darauf kam, Kichererbsen anzubauen. Einen weiteren Grund gibt es auch noch: Kichererbsen seien die Hülsenfrüchte, die mit der geringsten Wassermenge auskommen. „Im Zeichen des Klimawandels erscheint mir das optimal“, sagt Kemper.

Die Speyererin wurde in einem Gartenprospekt darauf aufmerksam, dass Kichererbsen einfach in Gegenden, in denen Wein wächst, kultiviert werden können. Kemper fand im Handel aber weder Samen noch Pflanzen. Daher ließ sie getrocknete Kichererbsen, die es zur Essenszubereitung zu kaufen gibt, zwei Tage an einem warmen Ort im Wasser quellen. „Eine Handvoll getrocknete Erbsen ergaben schon 80 vorgekeimte Erbsen“, sagt Kemper. Die vorgekeimten Erbsen gab sie in Anzuchterde in kleine Töpfe und zog sie etwa zwei Wochen an einem warmen Ort groß. „Leider sind nicht alle gequollenen Erbsen auch zu Pflanzen geworden“, berichtet die Speyererin.

Zweiter Anlauf erforderlich

Sie ließ deswegen noch einmal Erbsen quellen und stellte sie gleich ins Freie, weil es draußen bereits sehr warm war. Daraus entwickelten sich dann auch Pflanzen. Kemper verfügt über rund 100 an der Zahl. „Ich halte das Beet unkrautfrei und gieße bei Bedarf, aber nicht so oft wie andere Gemüsesorten, schließlich hieß es, dass Kichererbsen mit sehr wenig Wasser auskommen“, erklärt die 58-Jährige und gibt damit gleich Hinweise zur Pflege. Die Speyererin liebt das Gärtnern. „Es ist herrlich, wenn man alles Mögliche frisch ernten kann und dann zubereitet. Frischer geht es nicht. Es ist manchmal auch anstrengende Arbeit, aber im Garten verfliegt die schlechte Laune und der Stress fließt weg“, fasst Kemper zusammen. Wenn man beim Ausprobieren so viel Erfolg hat wie sie, kann es ja nur Freude machen.

Gartenolympiade

Egal ob dicke Tomaten, lange Bohnen, riesige Bananenstauden oder Äpfel mit lustiger Form – bei der zehnten RHEINPFALZ-Gartenolympiade ist alles möglich. Wir suchen besonders schweres, großes oder kurios gewachsenes Obst oder Gemüse sowie exotische Pflanzen. Wer mitmachen möchte, meldet sich per E-Mail an redspe@rheinpfalz.de oder unter 06232 130742 und gibt seinen Namen, seinen Wohnort und eine Telefonnummer für Rückfragen an. Es kann auch gerne ein Foto mitgeschickt werden. Außerdem soll beschrieben werden, um was es sich handelt und was das Besondere daran ist. Auszeichnungen und Preise gibt es in den Kategorien „Superlativ“, „Exotisch“ und „Kurios“.

An der Pflanze: die Kichererbsen in ihrer Hülse.
An der Pflanze: die Kichererbsen in ihrer Hülse.
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