Römerberg Spenden sind unterwegs in die Ukraine

Beim Beladen des Lkw: (von links) Dawid Dymek, Steffi Ackermann und Joanna Mrozik.
Beim Beladen des Lkw: (von links) Dawid Dymek, Steffi Ackermann und Joanna Mrozik.

Eine Palette nach der anderen setzt ein Gabelstapler in den Lkw, der an das Lager der Firma „K2 Sports“ in der Großen Hohl in Berghausen angedockt hat. Doch an diesem Morgen werden keine Sportartikel verladen, sondern Hilfsgüter für die Menschen in der Ukraine. Das beeindruckende Ergebnis der letzten Sammelaktion des Vereins „Süd-West Sonne für die Ukraine“.

Die Spenden stammen sowohl von Privatleuten als auch von Firmen, wie Dawid Dymek berichtet, während gerade Bigbags mit Krankenhauswäsche in den 40-Tonner verladen werden. Der Römerberger engagiert sich in dem Hilfsverein, der nach dem russischen Überfall auf die Ukraine gegründet wurde. Der polnische Lkw ist am Vorabend in Berghausen eingetroffen. Das Verladen der Spenden am nächsten Morgen geht dank der Hilfe von K2 schnell. Eric Haas, Logistik-Manager bei der Firma, hat die Lagerräume bereitgestellt. „Er hat sofort zugesagt“, lobt Steffi Ackermann, die sich ebenfalls in Römerberg für die Ukraine-Hilfe engagiert und heute zum Helfen gekommen ist. Haas’ Mitarbeiter helfen beim Versetzen der Hilfsgüter auf die Ladefläche des Lkw.

Die acht Paletten Krankenhauswäsche, die in der Ukraine dringend gebraucht werden, stammen von einer Textilpflege-Firma aus Offenburg. Aber es gibt auch Großspender aus Speyer und dem Umland. So hat das DRK Speyer OP-Schutzkittel zur Verfügung gestellt, eine Apotheke spendete Medikamente und Taschenlampen, und mit einer Geldspende vom Rewe-Markt Appel in Speyer ist in dem Supermarkt Suppe gekauft worden, die ebenfalls in die Ukraine gehen wird.

Auch Spenden für Türkei

Privatleute haben Decken, Kleidung oder Kinderwagen gebracht. Sogar ein Generator und ein Ofen wurden gespendet. Und die Geldbeträge, die hilfsbereite Menschen aus der Region überwiesen haben, reichen bis zu 1000 Euro, so dass laut Dymek ein hoher vierstelliger Betrag zusammengekommen ist.

Als das Erdbeben in der Türkei und Syrien dort großes Leid über die Bevölkerung brachte, entschlossen sich Dymek und seine Mitstreiter von der Ukraine-Hilfe kurzerhand ihr Netzwerk zu nutzen, um auch dort zu helfen. So hat Dove aus Mannheim nicht nur drei Paletten Seife für die Ukraine, sondern auch zwei für die Türkei zur Verfügung gestellt. Ähnlich hat es die Firma Tressbrüder mit ihren Suppen gemacht. Damit wurde die Türkei-Hilfsaktion des Römerbergers Mehmet Kandil unterstützt. Der Verein „Süd-West Sonne für die Ukraine“ hat außerdem sein Spendenkonto zur Verfügung gestellt, auf das Geldspenden für Kandils Aktion überwiesen werden können.

Der Lkw mit den Hilfsgütern aus Römerberg, für den der Römerberger Elisabethenverein die Transportkosten übernimmt, wurde am Freitag im polnischen Lancut erwartet. Dort sollte ein ukrainischer Fahrer die Waren übernehmen und weiter gen Osten fahren. In dem vom Krieg gebeutelten Land werden sie in mehreren Orten verteilt. Windeln seien zum Beispiel für alleinerziehende Mütter in Poltawa gedacht, erklärt Dymek. Die nächste Spendensammlung in Römerberg kann er sich zum Ende des Frühlings vorstellen. Selbst wenn der Krieg irgendwann vorbei sein sollte, sei die Arbeit noch lange nicht beendet. „Dann braucht es weiter Hilfe für den Wiederaufbau“, sagt Dymek.

Spendenkonto

  • Süd-West Sonne für die Ukraine e.V.

    Volksbank Kur-und Rheinpfalz

    Iban: DE57 5479 0000 0001 6772 68

    BIC: GENODE61SPE

x