Dannstadt-Schauernheim
Sparkassen-Filiale muss nach Spreng-Attacke saniert werden
Ob Bargeld entwendet wurde, blieb zunächst noch unklar, hieß es von der Polizei. Die Sparkasse berichtete auf Anfrage von „massiven Beschädigungen im SB-Bereich der Geschäftsstelle“. Diese müsse umfassend saniert und dafür bis auf weiteres geschlossen werden. „Wir sind bemüht, den Schaden so schnell wie möglich zu beheben. Bis dahin bitten wir unsere Kunden, auf die benachbarte Geschäftsstelle Mutterstadt auszuweichen oder den SB-Standort in Fußgönheim zu nutzen“, teilt Sparkassen-Sprecher Albert Schlarp mit. Kunden, die ein Beratungsgespräch wünschen, könnten telefonisch unter 0621/5988-779 Termine vereinbaren, heißt es weiter. Wann in Dannstadt wieder geöffnet werden könne, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.
Nach Sprengstoff-Resten gesucht
Verletzt wurde bei der Attacke nach Polizeiangaben niemand. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Hauptstraße gesehen haben, sich unter der Nummer 0621/963-2773 oder per E-Mail an kiludwigshafen.k1.kdd@polizei.rlp.de zu melden.
Nach Angaben der Polizei sind Straßen im Bereich um das Gebäude am Donnerstag 9.10 und 11 Uhr abgesperrt worden, um sicherzustellen, dass keine Gefahr von eventuell vorhandenen Sprengstoff-Resten ausgeht. Spezialisten des Landeskriminalamts haben dies untersucht. Aus Sicherheitsgründen werde dies aus Routine gemacht, erläuterte ein Polizeisprecher. Die Sparkassen-Filiale befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Rathaus der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, die Auffahrt zur A 65 ist in Sichtweite.
Dannstadt schon einmal als Ziel
Erst vor gut 14 Monaten war Dannstadt schon einmal das Ziel von Geldautomaten-Sprengern. Allerdings war damals, am 3. April 2019, die Filiale der VR Bank Rhein-Neckar betroffen, die fast einen Kilometer weiter, ebenfalls in der Dannstadter Hauptstraße liegt. Auch dort hatte es große Schäden gegeben, die Filiale musste für Monate geschlossen bleiben. Beim Versuch, einen Geldautomaten zu sprengen, blieb es am 27. September des vergangenen Jahres in Limburgerhof. Die dortige Filiale der VR-Bank in der Speyerer Straße war damals bereits zum zweiten Mal nach einer Tat vom Dezember 2017 betroffen. Auch in Neuhofen und Mutterstadt sind Kriminelle schon mit dieser Methode vorgegangen. Während die Täter 2015 in Neuhofen ohne Beute abzogen, erbeuteten Unbekannte bei der Sparda-Bank im Mutterstadter Pfalzring im Oktober 2017 einen sechsstelligen Betrag und richteten ebenfalls massive Schäden in der Filiale an.