SPEYERER UMLAND RHEINPFALZ Plus Artikel Spargelbauern hoffen auf Wärme

Im Land des Spargels: Auf den Feldern, wie hier bei Dudenhofen, ist das Gemüse in den vergangenen Wochen herangereift.
Im Land des Spargels: Auf den Feldern, wie hier bei Dudenhofen, ist das Gemüse in den vergangenen Wochen herangereift.

Die klimatischen Voraussetzungen für den Spargel sind dieses Jahr bisher gut gewesen. Für den Endspurt fehlt derzeit nur noch die Sonne. Wann also werden voraussichtlich die ersten frischen Stangen auf den Teller kommen? Und gibt es Corona-bedingt wieder Probleme bei der Einreise von Erntehelfern? Drei Landwirte berichten.

Landwirt Thomas Beck aus Dudenhofen hat Anfang der Woche die ersten wenigen Stangen Spargel auf seinen Feldern gefunden. „Die Qualität ist sehr gut“, berichtet er vom Probenaschen mit der Familie. Beste Vorzeichen also für eine geschmackvolle Saison. Die wird laut Beck womöglich schon am 25. März beginnen. „Wir rechnen damit, dass wir dann schon die ersten Mengen gestochen haben“, sagt er auf RHEINPFALZ-Anfrage. Das Wetter habe in den vergangenen Wochen beste Bedingungen geliefert. „Wir hatten richtig kalt und es gab Niederschläge“, sagt Beck. Was das Wachstum des weißen Goldes angeht, ist er daher zuversichtlich gestimmt. Diesem fehlt jetzt vor allem eines: die Sonne.

Bestätigt wird Becks Einschätzung von Landwirt Andreas Jester aus Mechtersheim. „Der kalte Winter war gut. Er gab Antrieb zum Wachsen. Auch dem Boden hat es gut getan, dass er mal wieder durchgefroren war“, führt er aus. Jetzt müsse es warm werden und bleiben. „Im Moment“, macht Jester deutlich, „ist es noch zu kühl.“

Vorsichtige Prognose

Langsam geht es bei Tim Ballreich auf dem Martinshof zwischen Dudenhofen und Römerberg voran. „Irgendwie hinken wir hinterher“, meint er. Im Gegensatz zu seinen Kollegen ist Ballreich noch nicht so optimistisch, was die Spargelernte angeht. „Ich hoffe, dass wir zu Ostern ein bisschen was haben“, meint er daher vorsichtig. Ob es an der Bodenbeschaffenheit oder anderen Einflüssen liegt, dass das Wachstum auf seinen Spargelfeldern in diesem Jahr nicht so vorangeht wie sonst, kann Ballreich nicht sagen. Er hofft jedenfalls auf höhere Temperaturen, um die Entwicklung zu begünstigen.

Menge und Qualität sieht Jester für seinen Betrieb analog zum vergangenen Jahr. Beck meint: „Von den Mengen her müsste es gut werden. Das sieht man aber erst, wenn das Stechen tatsächlich losgeht.“ Anders als bei vielen anderen Obst- oder Gemüsesorten, muss das noch von Hand erledigt werden. Dafür werden Erntehelfer erwartet.

„Ende März kommen unsere Arbeiter“, berichtet Beck. Im Vergleich zum vergangenen Jahr, in dem durch die Corona-Pandemie alles durcheinandergewirbelt wurde und zuletzt kaum Erntehelfer ins Land gelangen konnten, scheint diesmal alles geregelt zu sein. „Sie dürfen ganz normal über den Landweg einreisen“, so Beck. Natürlich müssten die Menschen auf Corona getestet und vom Gesundheitsamt attestiert werden. Ein wenig Restrisiko, was die Einreise angeht, sieht Beck jedoch aufgrund der aufgekommenen Corona-Mutationen. Dennoch bleibt er hoffnungsvoll, so wie bei der Spargelernte an sich.

Auch Ballreich steht in jedem Fall in den Startlöchern und ist gerüstet, wenn die Stangen beginnen zu sprießen. Dann steht dem Verzehr der beliebten Gemüsesorte nichts mehr im Wege. Die gibt es hierzulande in weiß und grün – und für alle, die möchten, auch schon geschält.

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