Speyer / Germersheim
Soldaten trainieren Überleben
An der Übung nehmen laut Landeskommando Rheinland-Pfalz eine kleine zweistellige Anzahl von Soldatinnen und Soldaten teil. Sie kommen aus allen Bereichen der Bundeswehr. Die Lehrgangsteilnehmer sind an den drei Tagen sowohl tagsüber als auch nachts mit Marschgepäck, Ausrüstung und Waffen – überwiegend außerhalb von Ortschaften – unterwegs. Zwecks Überwachung und Sicherung der Soldaten werden laut Bundeswehr vermehrt auch Fahrzeuge eingesetzt. Außerdem könne es vorkommen, dass Soldaten durch einen Transporthubschrauber des Typs CH-53 abgeholt werden. Wo diese Aktion stattfindet, ist noch nicht bekannt.
Grundsätzlich gibt die Bundeswehr keinen genauen Ort für die Übung an und begründet dies damit, dass sich der Ablauf und die Lage kurzfristig übungsbedingt ändern könnten. Einschränkungen für die Bevölkerung seien nicht zu erwarten, heißt es von der Truppe. Räumlich und zeitlich begrenzt könne es aber zu Lärmentwicklung kommen.
Solche Übungen mehrmals im Jahr
Die Übung nennt sich SERE. Die Buchstaben stehen für die englischen Worte Survival, Evasion, Resistance und Escape. Sie bedeuten Überleben, Ausweichen, Widerstand und Flucht. „Soldatinnen und Soldaten müssen auf sich alleine gestellt das Überleben üben, dem Feind ausweichen und wieder zurück zu ihrer eigenen Truppe finden“, teilt das Landeskommando auf Anfrage mit.
Die Ausbildung diene dazu, die physische und psychische Leistungs- und Leidensfähigkeit zu fördern und den Durchhaltewillen der Soldatinnen und Soldaten zu stärken. Der Bundeswehr zufolge finden solche Übungen in unregelmäßigen Abständen mehrfach im Jahr statt. Bisher seien sie immer störungsfrei verlaufen.