Dudenhofen
Sitzung des KV Dudenhofen: Bunte Partystimmung
„Eigentlich sind wir ein Tanzverein“, erklärt Kirsten Rudolfi, ihres Zeichens Asparagus-Hexe und Sitzungsmoderation in einer Person. Sie ist seit 2011 dabei. Dass die Asparagus-Hexen in diesem Jahr 15-jähriges Bestehen feiern, wundert die 55-Jährige selbst. „Kinder, wie die Zeit vergeht“, sagt sie im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Auf der Bühne steht Rudolfi im Notenjackett, getreu dem KVD-Motto. Die Festhalle ist gut gefüllt, aber nicht ausverkauft. „Wir merken, dass die Begeisterung für unser Brauchtum abgenommen hat“, spricht sie von Sorgen um die Zukunft des Vereins und die Fasnacht im Dorf.
Viele Besucher sind jung, auch Kinder sind gekommen. Vornehmlich für sie haben die Fasnachterinnen das Programm verjüngt, aktueller, attraktiver gestaltet. „Mit fröhlicher und bunter Partystimmung wollen wir begeistern“, erklärt Rudolfi den Ansatz der fast ausnahmslos weiblichen KVD-Mitglieder. Die Asparagus-Hexen sind ohnehin Frauen. Frauen, die zwar Hexen heißen, jedoch weder optisch noch charakterlich daran erinnern, betont Rudolfi. Die jüngste Asparagus-Hexe ist 18, die älteste mittlerweile über 60. Rund 18 gehören zur Gruppe, davon sind nach Angaben der Moderatorin derzeit 13 aktiv.
Auf sie muss das närrische Dudenhofener Volk lange warten. Genau genommen bis nach der Pause. Zuvor stehen Garden in vielen Variationen, Funkemariechen, Babett und Lisbeth auf der Bühne, das Pfalzlied wird von Mitwirkenden und Publikum gleichermaßen emotional gesungen, Prinzessin Lara II besteigt ihren Thron. Für den Auftritt mit den Asparagus-Hexen verlässt sie den hoheitlichen Sitz und wechselt die Garderobe. Lara ist eine von den Asparagus-Hexen, die schon lange dabei ist.
In diesem Jahr steht der Auftritt unter der Überschrift „Musik ist Trumpf für Alt und Jung“. Nach der Pause legen die Asparagus-Hexen in hipper Verkleidung einen Twist vom Feinsten hin, in dem sich zahlreiche Närrinnen zeitgleich üben. Danach danken die Asparagus-Hexen ihrem Trainer Christian Busch für ein weiteres Jahr Geduld mit den Tänzerinnen. „Er ist schon immer unser Trainer“, sagt Rudolfi. Er sorge für Spaß, Bewegung und immer wieder gute Ergebnisse. „Es geht nicht um Perfektion“, betont sie. Wobei das kaum zu glauben ist, wenn man die Tänzerinnen auf der Fasnachtsbühne erlebt. Dennoch seien Freude, gemeinsame Ausflüge oder Grillabende aus dem Vereinsleben nicht wegzudenken, bleibt Rudolfi bei dem, was die Asparagus-Hexen ausmacht: eine Gruppe, die fest zusammengewachsen ist, aber sich jederzeit über weitere Mitglieder freut.
Rudolfi ist das Fasnachts-Gen nicht in die Wiege gelegt worden. „Mit den Jahren bin ich hineingewachsen“, erklärt sie, wie der Karneval in ihr Leben getreten ist. Ans Aufhören denkt weder sie noch eine der anderen Asparagus-Hexen: „Es soll mit uns nicht zu Ende gehen, sondern weiter wachsen.“