Bobenheim-Roxheim Silbersee: Neuer Anlauf für Hotelbaupläne

Auf der in den Silbersee hineinragenden Scharrau befindet sich ein altes Hofgut.
Auf der in den Silbersee hineinragenden Scharrau befindet sich ein altes Hofgut.

Drei Jahre nachdem das Oberverwaltungsgericht den Bebauungsplan für den Silbersee für unwirksam erklärt hat, wagt die Gemeinde Bobenheim-Roxheim einen neuen Anlauf. Denn Regelungsbedarf gebe es für die Halbinsel Scharrau und den kommunalen Badestrand ja nach wie vor, sagt Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Der Gemeinderat soll in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch ab 18 Uhr im Ratssaal darüber befinden, ob der Flächennutzungsplan geändert und ein neuer Bebauungsplan aufgestellt wird. Die Mehrheit des Bauausschusses befürworte das, berichtet Müller. Die Grünen hätten dagegen gestimmt. Der Bürgermeister schätzt den Planungszeitraum auf etwa zwei Jahre.

Rundweg ist passé

Selbstredend müssen dabei alle Punkte beachtet werden, derentwegen das OVG Koblenz im Mai 2020 die Pläne zum Bau eines Hotels auf dem ehemaligen Hofgut Scharrau, zur Umsiedlung der Wassersportvereine und für bauliche Verbesserungen am Südstrand abgelehnt hat. Naturschutzgründe waren damals nach einer Klage des BUND ausschlaggebend für die Gerichtsentscheidung. Der Knackpunkt war letztlich der geplante Spazierweg um den See herum gewesen. Ihn zu ermöglichen war in einem städtebaulichen Vertrag zwischen Gemeinde und Seeeigentümer (Firma Willersinn) verankert worden.

Die Überlegungen gehen nun laut Müller dahin, diesen Vertrag zu ändern und den Rundweg herauszunehmen. Außerdem solle das Plangebiet um die Ochsenlache und die während Corona vergrößerten Parkflächen erweitert werden. Ein Hotelbau sei für Willersinn immer noch Thema,„aber vielleicht eher eines im medizinischen Bereich“, so Müller. Auch über Fotovoltaikanlagen auf dem See und dem Gewässer der Ochsenlache werde gedacht.

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