Waldsee Seniorennachmittag: Tanzende Flöckchen, singende Geschwister

Volles Haus: Seniorennachmittag in der Waldseer Kulturhalle.
Volles Haus: Seniorennachmittag in der Waldseer Kulturhalle.

Nach zwei strengen Corona-Jahren konnte er nun wieder stattfinden, der traditionelle Seniorennachmittag der Ortsgemeinde Waldsee in der Kulturhalle – Gelegenheit, sich zu sehen, miteinander zu erzählen und sich unterhalten zu lassen.

Für die Unterhaltung sorgte das Hoffmann-Hammer-Trio aus Neupotz, und außerdem gab es einen viel bejubelten Auftritt der Purzelgarde des Karnevalvereins Uno. Die Kleinsten des Waldseer Vereins konnten so schon ein bisschen testen, wie ihr Schautanz beim Publikum ankommt – bis zum Beginn der neuen Kampagne ist es ja nicht mehr weit. Um es gleich zu sagen: Wer hätte den kleinen Mädchen – es sind ausschließlich Mädchen – bei ihrem Schneeflockentanz widerstehen können?

Gut 20 Mitglieder hat die Purzelgarde, alle zwischen vier und acht Jahre alt. Da war ganz schön viel los auf der Bühne! In weißen Trikots mit glitzernden Tüllröckchen wirbelten sie als Schneeflöckchen über die Bühne, und mit hellblauer und weißer Glitzerschminke im Gesicht und in den Haaren einen Schmuckreif mit Schneekristallen. Ein Schneeflockenliedchen und der Schneewalzer boten die musikalische Grundlage für den Tanz, und den Refrain konnten alle Kinder kräftig mitsingen. Natürlich forderten die Gäste begeistert eine Zugabe, und die bekamen sie auch.

Trio nicht zum ersten Mal da

Organisiert hatte den Nachmittag der Erste Beigeordnete Steffen Sternberger-Hahn (SPD) zusammen mit Mitarbeiterinnen der Verwaltung und dem Seniorenbeirat, dessen Mitglieder sich während des Nachmittags umsichtig und unermüdlich um das Wohl der Gäste kümmerten.

Das Hoffmann-Hammer-Trio sorgte in bewährter Weise – sie waren nicht zum ersten Mal in Waldsee – für die musikalische Unterhaltung. Es sind übrigens zwei Paare, die sich in dem Trio zusammengefunden haben, und dabei hat niemand falsch gezählt: Die singenden „Geschwister Hammer“ – Inge und Klaus mit ihren Gitarren – standen schon in ihrer Kindheit und Jugend in den 60er- und 70er-Jahren auf der Bühne mit internationalen Songs, Revolutionsliedern und den Liedern von Reinhard Mey. Mittlerweile liegt der Schwerpunkt eher auf eigenen Liedern über alle Wechselfälle des Lebens und auf Otto-Reutter-Couplets („Nehm’n Sie ’n Alten!“). Die großen Themen von Frieden und der Zukunft unserer Kinder betteten sie in den Alltag ein.

Inges Ehemann ist Erich Hoffmann, der einen mit seinen humorigen Geschichten und Gedichten in Pfälzer Mundart – eigenen und solchen der bekanntesten Pfälzer Dichter – zum Schmunzeln, Lachen, aber auch zum Nachdenken bringt. Auf jeden Fall aber pflegt er die „Pälzer Sprooch“ in all ihren Spielarten von herzerwärmend bis derb und bringt sie zum Glänzen.

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