Hanhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Seniorennachmittag: Seltene Möglichkeit der Zusammenkunft

Die Pfälzer Batschkappe Ruth und Peter spielen Theo und Rita Kinscherff (vorne) ein Ständchen
Die Pfälzer Batschkappe Ruth und Peter spielen Theo und Rita Kinscherff (vorne) ein Ständchen

Sieben Frauen und sechs Männer in Hanhofen sind über 90 Jahre alt. Beim Seniorennachmittag der Gemeinde am Freitag ist Theo Kinscherff (91) der älteste Teilnehmer.

„Ich bin seit 65 Jahren da und habe mich eingewöhnt“, sagt Kinscherff verschmitzt. Seine Frau Rita, die mit ihren 87 Jahren zu den ältesten Damen im Haus Marientraut zählt, ergänzt schelmisch: „Die Auswärtigen haben frisches Blut reingebracht.“ Ihr Mann stammt ursprünglich aus Dudenhofen. Die aufgeweckte Hanhofenerin macht aber auch ehemalige Otterstadter oder Haßlocher im Raum aus.

„Dudenhofen war für uns damals überhaupt kein Thema“, erzählt Rita Kinscherff. Heute bereut sie das, gibt sie zu. „Wir haben hier inzwischen keinen Arzt mehr, keinen Bäcker, keinen Metzger. Wenn wir den Aldi nicht hätten, hätten wir gar nichts“, erklärt sie. Dankbarkeit äußert sie gegenüber der früheren Bürgermeisterin Friederike Ebli (SPD), die dafür gesorgt habe, dass der Supermarkt kommt.

Präsente für die Ältesten

Wie begrenzt die Möglichkeiten sind, zeigt die Einlassung von Theo Kinscherff. Er genießt die Einladung zum Seniorennachmittag. „Das ist eine Abwechslung. Normalerweise sieht man die ganzen Leute nicht“, merkt er an. Er fühle sich wohl in der Gemeinschaft: „Sonst wäre ich nicht hergekommen.“

Gut 150 Personen wurden erwartet an dem Nachmittag. Bürgermeisterin Silke Schmitt-Makdice (SPD) glaubt, dass es die Zusammenkunft noch lange geben wird. Festmachen kann sie das an den vorliegenden Zahlen zur Altersstruktur in Hanhofen: 350 Personen zwischen 60 und 69 Jahren leben aktuell in der Gemeinde. Unter Sechsjährige gibt es 199. Zwischen 70 und 79 Jahre alt sind 223 Personen. Für Schmitt-Makdice schön zu sehen: „Die Anmeldungen der über 90-Jährigen.“ Die älteste Hanhofenerin kann diesmal krankheitsbedingt nicht anwesend sein. Für die ältesten Teilnehmer gibt es Präsente. Neben Theo Kinscherff sind das Wolfram Scheerbaum (90) und Gerhard Dick (88) bei den Männern. Zu Rita Kinscherff gesellen sich Ingeborg Tretter, Hildegunde Bläss und Maria Wittemer (beide 87) sowie Anna Schewes, Heidrun Scheerbaum und Paula Wolf (alle 86).

Rita Kinscherff ist froh, beim Seniorennachmittag viele Bekannte zu treffen. „Heutzutage kennen wir nicht mehr so viele im Ort, da etliche zugezogen sind“, sagt sie. Zeit zum Austausch bleibt den Senioren genug zwischen Auftritten der Kinder aus der Villa Sonnenburg und der Musik der Pälzer Batschkappe aus Speyer.

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