Dudenhofen Seniorennachmittag: Nur fröhliche Gesichter in der Festhalle
„Aus Freude am Leben“ kommt Hildegard Serr zum Seniorennachmittag und kehrt jedes Jahr mit einem bunten Blumenstrauß nach Hause zurück. Mit 97 Jahren ist sie die älteste Teilnehmerin. „Ich genieße die Gesellschaft“, sagt sie, schunkelt zu Pfälzer Liedern, die das „Batschkappe“-Quartett für die Besucher spielt und feiert mit ihren Tischnachbarn das Leben und den Moment.
Am Freitagnachmittag haben zehn ehrenamtliche Helfer um Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) und Familie das Programm für mehr als 120 Einwohner ab 65 Jahren gestaltet, sie bewirtet und die Dorfältesten geehrt. Wer Durst hat, hält das Schild mit der entsprechenden Aufschrift in die Höhe, wer Kuchen möchte, hat die Wahl zwischen Obst-, Nuss- oder Sahnetorte. Noch wichtiger als die Verköstigung ist Gertrud Emmering-Zobler die Musik. Auf je zwei Akkordeons und Gitarren spielen die vier Batschkappen Seemanns- und Stimmungslieder, die die Seniorin mitsingt. „Hier trifft man Leute, die man im ganzen Jahr nicht sieht“, beschreibt sie ihre Freude an Begegnungen. „Meine Arbeit habe ich für heute erledigt“, sagt Emmering-Zobler und berichtet vom täglichen Ausschneiden wichtiger politischer und FCK-Artikel aus der RHEINPFALZ: „Sport ist für die Jüngeren, Politik für mich.“
Kuchentafel und Nachrichtenbörse
Die neuesten Ereignisse, Familienzuwächse, Krankheiten, Liebe und Leid in der Dorfgemeinschaft machen die Runde. Es wird viel gelacht in der Festhalle. Inzwischen sind auch Bewohner der Seniorenresidenz mit ihren Begleiterinnen eingetroffen. Hook beginnt zur Freude von Rosalinde Fuchs mit den diesjährigen Alters-Ehrungen. Neben Serr erhalten Helga Belle (90) und Frau Körner (92) Blumen. Wendelin Pregel (89), Josef Kemmeney (91) und Karl Schollenberger (87) überreicht Hook Wein.
Den „Pfälzer Wind“ singt der ganze Saal mit. Petra Hook schiebt den Servierwagen tanzend und singend durch die Reihen, der Bürgermeister räumt Flaschen ab, Ehrenamtliche verteilen liebevoll angerichtete Schnittchen. „Die Helfer sind einfach toll“, schwärmt Fuchs von der Freundlichkeit der Servicekräfte. Wer will, trinkt dazu ein Glas Wein.
Klaus Klein hat sich zum ersten Mal zum Seniorennachmittag in der Festhalle gewagt. „Ich bin ein geselliger Mensch“, erklärt er seine erste Teilnahme mit 81 Jahren. Gemeinsam mit seiner Ehefrau genießt er Programm, Kuchen und Schnittchen. So manchen Schlager, den die Batschkappen in den Saal schicken, summt der langjährige Liedertafel-Sänger leise mit. Erst am frühen Abend machen sich die Senioren mit einem Lächeln im Gesicht auf den Heimweg.