Limburgerhof RHEINPFALZ Plus Artikel Seit 60 Jahren sind Hedwig und Werner Steinbach ein Ehepaar

Immer noch fit und lebensfroh: Hedwig und Werner Steinbach.
Immer noch fit und lebensfroh: Hedwig und Werner Steinbach.

Als im damaligen BASF-Feierabendhaus in Limburgerhof der Kerwetanz stattfand, fiel der Blick des jungen Werner Steinbach auf eine junge Frau aus Schifferstadt. Obwohl sie eigentlich gar nicht tanzen konnte, funkte es zwischen ihm und Hedwig sofort. Daraus entstand eine lebenslange Verbindung und am 27. Januar feiert das Paar seine diamantene Hochzeit.

„Ich bin ein Bauernmädchen“, sagt Hedwig Steinbach nicht ohne Stolz. Von Kind auf hat sie alle Abläufe eines landwirtschaftlichen Betriebs kennengelernt und tatkräftig im elterlichen Betrieb mit angepackt. Man habe früher automatisch einen natürlichen Bezug zur Umwelt gehabt, denn technische Hilfsmittel und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln waren fremd. Ihr früheres, durch harte Arbeit geprägtes Leben hat die Seniorin offenbar fit gehalten. Noch heute spürt man ihre Agilität, ihre Energie, ihre Lebendigkeit. Ihr Mann Werner, der in Limburgerhof aufgewachsen ist, machte zunächst bei dem Mannheimer Unternehmen BBC eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Mit viel Fleiß und einem Firmenstipendium konnte er sich zum Maschinenbauingenieur fortbilden. „Ich habe mich an meinem Arbeitsplatz immer wohl gefühlt und bis zum Eintritt ins Rentenalter als Abteilungsleiter im Bereich Entwicklung gearbeitet“, erzählt der Pensionär.

Nach der Hochzeit lebte das Paar im elterlichen Haus in Limburgerhof. Die Familie wuchs und die Steinbachs wurden Eltern von einer Tochter und einem Sohn. Bald wurde das Haus zu klein und musste erweitert werden. Sein handwerkliches Geschick kam Werner Steinbach dabei zugute und er erledigte sämtliche Arbeiten in Eigenleistung. Das Werkeln ist ihm dabei zum Hobby geworden. Der heute 82-Jährige hatte freilich noch mehr Interessen. Er war 20 Jahre im Gemeinderat, wo er der CDU-Fraktion angehörte. Und bis vor gut zehn Jahren war der Senior, gemeinsam mit seiner Frau, bei der Kolpingfamilie aktiv.

Das Turnen fehlt

Gemeinsame Freizeitinteressen hatte das Paar freilich mehrere. Dazu gehörten Wanderungen, die auch gern während der familiären Urlaubsreisen in die Berge unternommen wurden. Da Hedwig als junge Frau keine Gelegenheit hatte, einen Tanzkurs zu besuchen, holten das die Beiden später nach, und das Tanzen wurde ihre Leidenschaft. In Bewegung zu bleiben scheint noch heute das Lebensmotto der 85-Jährigen zu sein. Gerade leidet sie ein wenig darunter, wegen der Corona-Pandemie im Verein nicht mehr turnen zu können. Das gleicht sie durch Radfahren aus. Sie ist täglich mit dem Rad unterwegs und denkt überhaupt nicht daran, sich ein bequemes Elektrorad zu kaufen. „Solang ich noch ordentlich in die Pedale treten kann, ist mir das so lieber.“ Wenn sie etwas Ruhe braucht, dann verbringt Hedwig Steinbach ihre Zeit mit Handarbeiten und dem Lösen von Rätseln.

Eigentlich hatten die Jubilare schon 2020 die Feier anlässlich ihrer Diamantene Hochzeit vorgeplant. Die fällt nun zwangsläufig aus und soll im Sommer nachgeholt werden. Aber das Paar nimmt es mit Humor. „Meine Frau kocht sehr gern und ich habe einen gut gefüllten Weinkeller. Bestimmt werden wir uns daraus etwas gönnen und auf unseren Hochzeitstag anstoßen“, verrät Werner Steinbach.

Beim Tanzen hat’s gefunkt, vor 60 Jahren wurde geheiratet.
Beim Tanzen hat’s gefunkt, vor 60 Jahren wurde geheiratet.
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